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1200 Trauergäste nehmen Abschied von den Methe-Brüdern

Bewegende Trauerfeier

Eine Woche nach ihrem tragischen Tod haben am Freitag 1200 Freunde, Verwandte und Funktionäre bei einer bewegenden Trauerfeier Abschied von den tödlich verunglückten Handball-Schiedsrichtern Bernd und Reiner Methe genommen.

Vertreter der Bundesliga-Vereine, des Deutschen Handballbundes DHB, des Ligaverbandes HBL sowie die engsten Freunde und die Familie waren in die Mehrzweckhalle Vellmar-Frommershausen gekommen, um dem Brüder-Paar die letzte Ehre zu erweisen, darunter HBL-Präsident Reiner Witte, DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß und DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier.

«Der deutsche Handball ist vom Tod der beiden Schiedsrichter tief betroffen. Sie haben das Bild des deutschen Handballs in der Welt mitgeprägt. Vor allem wurden sie von den Spielerinnen und Spielern gleichzeitig als Kumpels und Respekt-Personen angesehen. Sie waren immer kritikfähig, aber nicht zu manipulieren», sagte Berndt Dugall, Vorsitzender der Handball Bundesliga Frauen (HBF) in seiner Trauerrede.

Vor sieben Tagen hatte die Karriere der beiden Referees aus dem hessischen Vellmar ein tragisches Ende gefunden: Auf dem Weg zum Bundesliga-Spiel Balingen-Weilstetten gegen Magdeburg starben die beiden Familienväter im Alter von 47 Jahren nahe Empfingen bei einem grauenvollen Verkehrsunfall. Wie es dazu kam, will nun die Staatsanwaltschaft Rottweil aufklären. Die Beisetzung nach der Trauerfeier fand nur im engsten Familienkreis statt.

Die Methe-Brüder haben in ihrer 24-jährigen Karriere 670 Bundesliga-Spiele gepfiffen und brachten es auf 206 internationale Einsätze. Bei der Trauerfeier waren die hellbraunen Holzsärge identisch mit rot-weißen Blumen geschmückt, dazwischen war ein gemeinsames Foto der Zwillinge mit Trauerflor zu sehen.