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Holger Schneider will nicht neuer Trainer werden

Biegler: "HSV und Kiel meilenweit entfernt"

Michael Biegler sieht seine Befürchtungen bestätigt: "Der HSV Hamburg und der THW Kiel sind meilenweit von den anderen Mannschaften entfernt", sagte der Trainer des SC Magdeburg nach der 27:35 (12:16)-Pleite beim HSV. "Die Spiele, in denen wir punkten können und sollen, kommen jetzt", meinte der 48-Jährige, der den Traditionsclub aus Sachsen-Anhalt zum Jahreswechsel in Richtung TV Großwallstadt verlassen wird.

Der Wunschkandidat auf Bieglers Nachfolge, Holger Schneider, hat den Magdeburgern am Donnerstag eine Absage erteilt. Der frühere Nationalspieler und Sportdirektor des Zweitligisten HC Empor Rostock hat die Vertragsverhandlungen mit dem Bundesliga-Elften eingestellt. In einer Pressemitteilung begründete der 46-Jährige seine Absage mit unterschiedlichen Zielen und Gehaltsvorstellungen. Schneider sollte zum 1. Januar 2010 Nachfolger von Biegler werden.

In der Tat scheint es so, dass Spitzenreiter Kiel (19:1 Punkte) und der HSV (16:2) den Titel unter sich ausspielen. Nur wenn die Konzentration nachlässt, sind Ergebnisse wie das 27:27 des TBV Lemgo in Kiel oder die 35:36-Niederlage der Hamburger bei Frisch Auf Göppingen möglich. Ziehen die Spitzenmannschaften jedoch durch, haben die anderen Teams kaum eine Chance. Das zeigen der Kieler 40:23- Kantersieg bei den Berliner Füchsen und auch der HSV-Erfolg über Magdeburg.

Rhein-Neckar Löwen nicht abschreiben

"Es ist viel zu früh, darüber zu spekulieren", sagte Uli Derad, Geschäftsführer des THW Kiel. "Die Spitze ist dichter beieinander als sonst." Auch solle man die Rhein-Neckar Löwen nicht abschreiben. "Von ihren fünf Minuspunkten resultieren vier aus den Spielen gegen den HSV und uns." Derad bestätigte allerdings, dass der HSV auf jeden Fall dichter an Rekordmeister Kiel herangerückt ist.

Bis zum 20. Dezember werden Hamburg und Kiel aller Voraussicht nach dem Rest der Liga weiter enteilen. Dann kommt es in Kiel zum "Kampf der Giganten", der einen Aufschluss über die Frage geben soll: Wer ist denn nun Titelaspirant Nummer eins?