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Bitter lässt die SG verzweifeln

Das war meisterlich! Der HSV Hamburg hat mit einer Handball-Gala den Nordrivalen aus Flensburg aus der Halle gefegt. Dass es am Ende "nur" 32:24 hieß, war dabei fast schon schmeichelhaft für die Gäste. "Der HSV hat aus uns eine Junioren-Mannschaft gemacht", musste der schwer ernüchterte SG-Coach Per Carlén anerkennen.

Dabei hatte in den ersten 19 Minuten nichts auf eine derartige Demontage hingedeutet. Nachdem Oscar Carlén mit den ersten beiden Toren des Spiels eine zunächst beeindruckende Bewerbung abgeliefert hatte, zeigten beide Teams konzentrierte Angriffs- und Abwehrleistungen, mussten aber mit ansehen, dass es kein Spiel der Keeper zu werden schien. Weder Dan Beutler noch Per Sandström konnten überzeugen. Beim Stand von 11:11 reagierte Martin Schwalb - mit einer Auszeit und dem Torwartwechsel. Es sollte die entscheidende Szene des Spiels sein.

Für zehn Minuten ließ Johannes Bitter kein Gegentor zu, das Zusammenspiel mit der Deckung funktionierte perfekt, der HSV zog auf 17:11 davon und garnierte die Vorentscheidung mit Traumtoren: Beim 14:11 hatte Bitter mit einem Pass über das gesamte Spielfeld Rechtsaußen Hans Lindberg bedient. Der Däne bekam den Ball quasi im Fliegen zu greifen - und machte ihn rein. Die ausverkaufte O2-World schien zu explodieren. "Das war ein Signal für Flensburg", sagte der HSV-Rechtsaußen. Und: "Das ist unsere Halle. Hier gewinnt keiner."


Starker HSV-Rückraum

Den forschen Tönen war eine noch forschere Spielweise gefolgt. Flensburg fand nun überhaupt keine Gegenmittel mehr gegen den wurfgewaltigen HSV-Rückraum, wurde zudem durch zahlreiche Tempogegenstöße, die wahlweise Lindberg oder Torsten Jansen verwandelten, in die Verzweiflung getrieben.

"Als wir direkt nach der Halbzeit nachlegen konnten, waren die Flensburger Köpfe schon ziemlich weit unten", sagte Matchwinner Bitter. "Es hat Spaß gemacht, eine Top-Mannschaft so zu beherrschen und nicht bis in die Schlussphase um den Sieg zu zittern", ergänzte der Nationaltorhüter.