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Bundesliga aktuell

Bittere Pleite für die Flensburger

Die SG Flensburg-Handewitt hat eine bittere Niederlage im Kampf um die Europapokalplätze kassiert. In der TOYOTA Bundesliga unterlag die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes mit 27:34 (16:18) beim TBV Lemgo. Bester Spieler der Gäste war Torwart Dan Beutler, der mit etlichen Paraden eine höhere Niederlage verhinderte.

"Zunächst einmal Glückwunsch an Lemgo zu den zwei Punkten ", sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes nach Spielende. "Wir haben nicht gut angefangen, waren sehr passiv in der Defensive und unsere Torhüter haben auch nicht geglänzt. Unser Angriff hingegen war okay. In der zweiten Hälfte haben wir uns zurückgekämpft, hatten jedoch Pech, da alle Abpraller und Pfostentreffer beim Gegner landeten. Dennoch möchte ich meine Mannschaft loben. Sie hat nie aufgegeben, obwohl wir eine harte Woche in den Knochen hatten".

Die SG musste in Lemgo auf den rotgesperrten Viktor Szilagyi verzichten und erwischte einen denkbar ungünstigen Start. Nach zwei Fehlwürfen von Petar Djordjic, der statt Lasse Boesen im linken Rückraum anfangen durfte und Oscar Carlén, traf Lemgos Sebastian Preiß zum 1:0. Erst nach vier Minuten gelang Lasse Svan Hansen das erste SG-Tor zum 1:2. Die Hausherren erhöhten jedoch schnell auf 4:1 (6.) und 6:2 (9.). Dabei konnte sich der TBV vor allem auf Nationaltorwart Carsten Lichtlein verlassen, der die SG-Angreifer ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. Die Gastgeber wirkten anfangs insgesamt frischer als die Gäste, die scheinbar noch mit den Reisestrapazen der vergangenen Woche beschäftigt waren.

Vorne agierte die SG statisch und hatte große Mühe gegen die offensive Deckung des TBV die richtigen Ideen zu finden. Es war jedoch die eigene Deckungsarbeit die noch mehr ins Gewicht fiel. Hier fehlte den Norddeutschen zu Beginn die nötige Konzentration, sodass Lemgo immer wieder zu einfachen Toren kam. In Zahlen bedeutete dies nach 17. Spielminuten eine 14:8-Führung der Westfalen. Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte jedoch den Gästen. Boesen und Svan Hansen verkürzten und Lemgo nahm Timeout. In der letzten Minute wurde es dann turbulent. Nach einem Konter kam Avishay Smoler zum Abschluss und fühlte sich dabei von Eggert gefoult. Der Pfiff der Unparteiischen blieb jedoch aus und diese zogen sich den Unmut des TBV-Außen zu. Nach einer Beleidigung sah Smoler die Rote Karte und Eggert setzte auf der anderen Seite den Schlusspunkt der ersten Hälfte zum 18:16. Trotz holprigem Start, schien die SG gut gerüstet für den zweiten Durchgang.


Der Beginn der zweiten Hälfte gehörte jedoch wieder Lemgo. Eggert scheiterte an Lichtlein und in der Folge erzielten die Hausherren vier Tore in Folge. Vranjes brachte Patrik Fahlgren und die SG kam wieder besser ins Spiel. Vor allem Dan Beutler sorgte mit etlichen Paraden dafür, dass die SG Mitte des zweiten Durchgangs beim 23:27 noch auf Tuchfüllung war. Nachdem Christoph Theuerkauf per Siebenmeter zum 28:23 verwandelte, nahm Vranjes die Auszeit. Ein letztes Mal stellte der Schwede sein Team auf die Partie ein und schärfte seinen Spieler ein: "Wir haben noch Kraft, wir haben noch Kraft". Seine Spieler waren jedoch müde und Heinl scheiterte bei der nächsten Gelegenheit an Lichtlein. Die kurzfristige Abwehrumstellung auf eine 4-2-Deckung half ebenfalls nicht. Mehr als ein kurzes Aufbäumen zum 25:29 war nicht mehr drin. Lemgo ließ sich den Sieg am Ende nicht nehmen und feierte nach zuletzt drei Heimniederlagen in Folge wieder einen Erfolg in der Lipperlandhalle.

TBV Lemgo – SG Flensburg-Handewitt 34:27 (18:16)
TBV Lemgo: Lichtlein, Galia – Ilyes (2), Smoler (1), Preiß (4), Bechtloff (2), Datukashvili (6), Glandorf (5), Theuerkauf (7/7), Kehrmann (3), Strobel (1), Hermann (3), Liniger, Schneider
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Rasmussen – Karlsson (3), Carlén (4), Eggert (4/2), Fahlgren (1), Mogensen (2), Svan Hansen (4), Djordjic (2), Mocsai (1), Heinl (3), Boesen (3)
Schiedsrichter: Schaller/Wutzler (Leipzig); Zeitstrafen: 14:8 Minuten (Strobel 4, Preiß 2, Schneider 2 – Karlsson 2, Carlén 2, Mogensen 2, Heinl); Rote Karte: Smoler (29. Schiedsrichterbeleidigung); Siebenmeter: /:3/2 (Eggert an den Pfosten); Zuschauer: 4211
Spielfilm: 1:0 (2.), 2:1 (4.), 7:4 (10.), 12:7 (15.), 15:10 (20.), 17:13 (25.), 18:16 (30.), 22:16 (35.), 24:19 (40.), 26:22 (45.), 29:25 (50.), 32:25 (55.) - (60.)