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Saisonvorbereitung einmal anders

Bizarres Kontrastprogramm

Für Alfred Gislason ist es ein bizarres Kontrastprogramm. Im Sommer verweilt der Trainer des THW Kiel stets ein paar Wochen in seiner Heimat, im schroffen Klima Nordislands. In den nächsten acht Tagen erwarten den 51-Jährigen nun Lagunen, Palmen und malerische Sandstrände, mit Blick auf den weiten Indischen Ozean. La Réunion heißt das exotische Reiseziel. Am Donnerstagabend flog der 34 Mann starke Tross des Handball-Rekordmeisters mit einem Jumbo der Air France von Paris nach St. Denis, der Hauptstadt des Eilands, das rund 800 Kilometer östlich vor Madagaskar liegt. „Das ist mal etwas anderes als die anderen Ziele in der Handballwelt“, sagte Gislason vor dem Check-In in Paris-Orly, „ich freue mich sehr darauf“.

Zustande kam der Trip, der eine Woche dauert, auf Einladung der dortigen Tourismusbehörde. Die Insel, die politisch zu Frankreich gehört, möchte Werbung mit dem Champions League-Sieger von 2010 betreiben. „Vor einem Jahr bekamen wir das erste Schreiben von dort“, berichtet THW-Geschäftsführerin Sabine Holdorf-Schust. Zuvor hatten die Marketingmanager der Insel den THW-Profi Daniel Narcisse, der auf La Réunion aufgewachsen ist, kontaktiert.

Der Rückraumstar ist der berühmteste aller 800.000 Inselbewohner. „Narcisse ist auf der Insel ein echter Hero“, sagt Holdorf-Schust, „er ist der einzige Réunionese, der je Olympiasieger geworden ist“. Andererseits aber reizte die Touristik-Manager auch der ruhmreiche Ruf des erfolgreichsten deutschen Handballklubs. „Der THW hat dort einen guten Namen“, sagt Holdorf-Schust. Als Gegenleistung haben die „Zebras“ ein öffentliches Training und ein Testspiel gegen die heimische Auswahl der „Kreopolitains“ vereinbart.

Die Reise ist mit einigen Strapazen verbunden, die Entfernung von Kiel nach St. Denis beträgt rund 9500 Kilometer. Es ist die zweitweiteste Reise in der 78-jährigen Geschichte der THW-Handballer. Im Sommer 1987 absolvierte das Team ein Schau-Turnier im 11800 Kilometer entfernten Buenos Aires, auf Einladung von River Plate und des argentinischen Handballverbandes. Damals fehlten aber Stars wie Linksaußen Uwe Schwenker.

Diesmal sind alle Stars an Bord, auch Welthandballer Filip Jicha, doch im Fokus steht erneut nicht der Sport. Zwar ist der Aufenthalt offiziell als „Trainingslager“ deklariert, als Auftakt in die Saison 2011/12. Doch auch Trainer Gislason betrachtet die Tage im Urlaubsparadies eher als Vorglühen für den eigentliche Vorbereitung. „Wir beschränken uns auf ein Training pro Tag, jeweils am Vormittag“, sagt der Isländer.

So bleibt Zeit für attraktive Aktivitäten abseits des Handballfeldes. Ein Helikopter-Flug über die Vulkaninsel ist geplant, auch eine Tour mit dem Jeep, und da manch einer der THW-Profis auch von Frau und Kindern begleitet wird, sind wohl auch ein paar Stunden am Strand drin. Die moderne Sportsprache nennt dies „teambuildende Maßnahmen“, Geschäftsführerin Holdorf-Schust beschreibt es so: „Diese Reise ist eine tolle Möglichkeit, die Mannschaft noch enger zusammenzuführen.“

KOMMENTARE

Della, 05.08.15, 04:54 Uhr
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Nelly, 28.07.15, 09:59 Uhr
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