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Bredemeier bastelt am Kader für die zweite Liga

Das Verletzungspech bleibt den Mindenern treu: Beim Remis in Melsungen verletzte sich der erst vor kurzem als Mittelmann etablierte Christopher Kunisch und fällt für den Rest der Serie aus. Er ist damit nach Damian Wleklak und Stephan Just bereits der dritte Spielmacher der Mindener, den dieses Schicksal ereilt.

Dieser Umstand wird GWD wohl in die zweite Liga führen. Doch für diesen Fall hat Manager Horst Bredemeier in der vergangenen Woche zwei wichtige Personalien bekannt gegeben: Bei den Torjägern René Bach Madsen und Aljoscha Schmidt wurden die eigentlich nur für die erste Bundesliga geltenden Verträge dahingehend geändert, dass sie auch in der zweiten Liga Gültigkeit besitzen. Damit setzten die Mindener ein wichtiges Zeichen. Insbesondere der Däne Madsen hat sich zu einem absoluten Leistungsträger gemausert. Der Rückraum-Linke war vor der Serie aus Torrevieja gekommen und hatte zunächst Probleme, sich an Tempo und Härte der Bundesliga zu gewöhnen. Als er es in der Hinrunde geschafft hatte, brach er sich gegen Balingen den Mittelfußknochen und fiel lange aus. In der Rückrunde ist der Däne der Aktivposten im Mindener Rückraum, auch gegen Gummersbach war er wieder acht Mal erfolgreich. "Für mich ist das keine Überraschung", erklärte Bredemeier, "ich habe René bei einer Junioren-EM gesehen, da war er der herausragende Akteur."

In der Tat beeindrucken die Zahlen des Blondschopfes: In 20 Junioren-Länderspielen erzielte er mehr als 220 Tore. Nach der Niederlage gegen Gummersbach ist die Wahrscheinlichkeit, dass er seine Tore künftig in der zweiten Liga werfen muss, noch größer geworden. Co-Trainer Frank von Behren: "Eine Niederlage mit drei Toren gegen Gummersbach war unser Limit. Klar hatten wir in der zweiten Halbzeit die Chance, näher heranzukommen. Aber um so ein Spiel zu drehen, da muss bei uns schon alles passen." gwd minden