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Prozess gegen Schwenker/Serdarusic

Brisante Vorladungen

Im Bestechungsskandal um Rekordmeister THW Kiel hat das Landgericht Kiel brisante Vorladungen verschickt: Im Prozess gegen den früheren Manager Uwe Schwenker und den ehemaligen Trainer Noka Serdarusic muss unter anderem ein kroatischer Geschäftsmann in den Zeugenstand. Er soll den Schiedsrichtern vor dem Champions-League-Finale 2007 Bestechungsgeld übergeben haben. Das Landgericht wird auch die beiden möglicherweise bestochenen Schiedsrichter vorladen. Miroslaw Baum und Marek Goralczyk aus Polen, die die zweite Partie zwischen dem siegreichen THW und der SG Flensburg-Handewitt leiteten, müssen Ende Oktober aussagen. Das war zunächst nicht vorgesehen gewesen. Nach der Erkrankung des Richters, der die Verhandlung ursprünglich leiten sollte, hat der neue Richter die Zeugenliste erweitert. Eine Vorladung erhielt auch der kroatische Geschäftsmann Nenad Volarevic, der den polnischen Schiedsrichtern Schmiergeld übergeben haben soll.

Im Zentrum des Prozesses stehen Schwenker und Serdarusic. Beiden wird vorgeworfen, den Finalsieg durch die Bestechung der Schiedsrichter mit knapp 60 000 Euro gekauft zu haben. Nach dem 28:28 im Hinspiel in Flensburg gewann der THW das Rückspiel zu Hause 29:27.

Schwenker und Serdarusic müssen sich wegen des Verdachts der Untreue und der Beihilfe zur Untreue verantworten, außerdem wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr. Alle Beteiligten bestreiten die Vorwürfe. Der Prozess vor dem Landgericht Kiel beginnt am 21. September.