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Burgdorf setzt einen Meilenstein

Mit einem umkämpften 25:24-Erfolg setzte die TSV Hannover-Burgdorf einen Meilenstein in Richtung Klassenerhalt. Glückwünsche zum Erreichen des Saisonziels wollte Trainer Frank Carstens allerdings noch nicht entgegen nehmen. "So lange rechnerisch noch nicht alles in trockenen Tüchern ist, warten wir mit den Gratulationen mal lieber noch", meinte der Burgdorfer Chefcoach.

Seinem Team war die Nervosität allerdings deutlich anzumerken, wovon eine Vielzahl an technischen Fehlern und Fehlpässen im Spielaufbau zeugten, insbesondere auch von den etablierten Spielern wie Bedzikowski oder Przybecki. "Meine Jungs haben alle einen Zehn-Kilo-Rucksack auf dem Rücken gehabt, umso erleichterter sind wir alle, dass wir dieses wichtige Match gewonnen haben", zeigte sich Carstens zufrieden.

Bedanken konnten sich die Hausherren aber insbesondere bei Torwart Nenad Puljezevic, der seine Farben immer wieder zurück auf Kurs brachte. "Aber wir haben Puljezevic auch stark gemacht, weil wir im Angriff einfach schlecht waren", zeigte sich Wetzlars Trainer Michael Roth enttäuscht, "dass wir uns für unsere gute Abwehrarbeit nicht belohnt haben und viel zu viele Chancen liegen lassen haben. Schon zur Pause mussten wir anstatt mit einem Treffer mit fünf Toren führen."

In der zweiten Halbzeit glich der muntere Schlagabtausch dann einer Achterbahnfahrt. Die Führungen wechselten zunächst ständig. Nach 45 Minuten lagen die Hannoveraner noch mit 17:18 im Hintertreffen, drei Treffer in Folge sorgten dann bis zur 49. Minute für einen 20:18-Vorsprung, den die Hausherren dann bis in die hochdramatische Schlussphase hinein nicht mehr abgaben. Der einmal mehr starke Hannes Jon Jonsson beseitigte dann 48 Sekunden vor dem Ende mit dem 25:23 endgültig alle Zweifel.