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Christophersen sorgt für die Entscheidung

Nur in unguter Erinnerung wird Daniel Valo trotz des Wetzlarer Sieges das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Melsunger Mannschaftskameraden behalten. Nach 16 Minuten und seiner längst überfälligen Auszeit beim Stand von 5:8 nahm HSG-Trainer Michael Roth den Linkshänder vom Feld.

Bis dahin hatte der schwerfällig wirkende Slowake gegen die "überraschende 4:2-Deckung" der Gäste, so Roth, (wieder einmal) wie ein Fremdkörper bei den Grün-Weißen gewirkt. "Daniel ist in keiner guten Form", bekannte Roth. Auch wegen der vergebenen Tempogegenstöße von Kevin Schmidt und Michael Allendorf, die freistehend am guten MT-Keeper Mario Kelentric scheiterten, lagen die Gastgeber, die auf Rückraumspieler Alois Mraz (Magenprobleme) verzichten mussten, auch zur Pause noch mit 14:16 in Rückstand.

Während Rechtsaußen Avishay Smoler schon in der ersten Hälfte im Angriff durch seine große individuelle Klasse Akzente setzte, konnte sich Roth nach dem Wechsel darüber freuen, "dass nach der Pause die Wurfeffektivität bei uns nahezu perfekt war." So konnten die Gastgeber, obwohl Sven-Sören Christophersen und Sebastian Weber auf den Halbpositionen oft das Nachsehen gegen Alexandros Vasilakis und Gregorios Sanikis hatten, dem gutklassigen Spiel doch noch eine Wende geben, auch weil in der Endphase die schnellen Timo Salzer und Lukas Loh die MT-Abwehr aushebelten.

Ausgerechnet der nach Melsungen wechselnde Michael Allendorf brachte die Gastgeber beim 27:26 (53.) erstmals wieder in Front, während der treffsichere Halblinke Christophersen mit seinem sechsten Tor zum 32:29 eineinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff für die Entscheidung zugunsten der HSG und "einen Topabschluss nach der wirklich sehr guten zweiten Halbzeit", so Roth, sorgte. "Ende gut, alles gut", bilanzierte Wetzlars Manager Rainer Dotzauer nach dem Schlagabtausch, während Spieler und Fans den Sieg im Hessenderby ausgiebig feierten.