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Reform in der Bundesliga

Clubs beschließen Neuverschuldungsverbot

Freiwillige Selbstkontrolle in der Handball-Bundesliga: Auf ihrer Mitgliederversammlung in Düsseldorf haben sich alle 54 Clubs der 1. und 2. Bundesliga ein Neuverschuldungsverbot auferlegt.

«Das ist durchgegangen», sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer des Ligaverbandes HBL. Nach dem Beschluss dürfen die Vereine vom 1. Januar 2011 an keine neuen Schulden mehr machen. Noch keine Einigung haben die Clubs dagegen über einen geplanten Aufbau von Eigenkapital erzielt. «Es geht nicht nur darum, die Schulden zu begrenzen, sondern auch etwas auf die hohe Kante zu legen», erklärte Bohmann. Im Herbst soll das Thema erneut diskutiert werden, ob und wie Eigenkapital aufgebaut werden kann. «Der erste Schritt ist der größere. Das ist eine gute Entscheidung», urteilte der HBL-Geschäftsführer mit Blick auf das Neuverschuldungsverbot.

Einen Alleingang unternimmt die Bundesliga in Bezug auf eine vom Weltverband IHF neu eingeführte Regel. Ab 1. Juli soll das Festhalten eines Spielers und dadurch die Verhinderung einer Torchance in der letzten Minute mit einer Sperre von 14 Tagen statt wie bisher von einem Spiel bestraft werden. «Das würde heißen, dass ein Spieler bis zu vier Spiele gesperrt würde. Wir haben uns eindeutig dagegen ausgesprochen», berichtete Bohmann. Dadurch kommt es zu dem Kuriosum, dass sowohl in der 1. als auch der 2. Bundesliga die alte Regel gilt, im DHB-Pokal jedoch die neue zur Anwendung kommt.