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Löwen-Manager Storm:

Clubs schuldlos an WM-Pleite

Manager Thorsten Storm vom Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen hat sich gegen die Kritik verwahrt, vor allem die Vereine seien schuld am WM-Debakel der Nationalmannschaft.

Bundestrainer Heiner Brand hatte schon vor dem 11. Rang der DHB-Auswahl in Schweden bemängelt, die Clubs würden zu wenige junge deutsche Spieler einsetzten. «Diese Mannschaft ist nicht schlechter als Island, Norwegen oder Ungarn. Aber letztendlich hat sich das Team im Verlauf des Turniers selbst runtergezogen», sagte Storm dem «Mannheimer Morgen». Die Kommunikation zwischen dem DHB und den Bundesligisten sei aber «schlecht». Da müsse sich jeder an die eigene Nase fassen.

Unter den vielen deutschen Nachwuchs-Handballern seien «garantiert riesige Talente», erklärte Storm. «Nur müssen die im Jugendbereich vielleicht anders als bisher gefördert werden, damit sie schon in jungen Jahren so weit sind, dass sie in der Bundesliga körperlich bestehen.» Man könne die Vereine aber nicht zwingen, nur junge Deutsche einzusetzen, wenn die Qualität nicht stimme. «Die Bundesliga ist die beste Liga der Welt, die Trainer stehen unter massivem Druck, die Arenen müssen gefüllt und die Spieler bezahlt werden.»

Allerdings müssten auch die Vereine auf den deutschen Handball achten, meinte Storm. «Nur bisher hat uns der DHB nicht mitgenommen. Der Grundlagenvertrag, über den diskutiert wird, hilft der Liga nicht. Die Liga benötigt mehr Mitspracherecht am Nationalteam.»