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Zerbe will die Lemgoer Stars wachrütteln

Comeback für Daniel Stephan

Daniel Stephan, der einen Tag vor dem Bundesligastart als Sportlicher Leiter des TBV Lemgo beurlaubt worden war, hat in der vergangenen Woche ein erstaunliches Comeback gefeiert. Der Welthandballer von 1998 vertrat kurzfristig Lemgos Jugendkoordinator und Regionalligatrainer Niels Pfannenschmidt, der auf einem A-Lizenz-Lehrgang in Stuttgart weilte.

"Das war ein reiner Freundschaftsdienst und hat mit der Bundesliga-Geschichte nichts zu tun. Daniel hat der Regionalligamannschaft, die er vor der Saison mit zusammengestellt hat, Hilfestellung gegeben", wollte TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe von einer offiziellen Urlaubs-Unterbrechung Stephans nichts wissen. Dass das Regionalligateam und der mit nur noch fünf Spielern (Martin Strobel, Rolf Hermann, Michael Binder, Jens Bechtloff, Florian Kehrmann) bestückte Rest-TBV ihre Trainingseinheiten bündelten, war eine weitere interessante Fußnote in einer unspektakulären Länderspielwoche.

Die angelaufenen Gespräche mit Sebastian Preiß, Logi Geirsson, Carsten Lichtlein, Mark Schmetz und Vignir Svavarsson, deren Kontrakte zum Saisonende auslaufen, ruhten. Tendenzen über den weiteren Verhandlungsverlauf mag Zerbe nicht abgeben. Stellung bezog der TBV-Geschäftsführer zu Gerüchten über ein klares Nein des Teams zu einer fünfprozentigen Prämieneinfrierung: "Wer sagt eigentlich, das es so eine Maßnahme überhaupt gibt?"

Mit Vertretern der Mannschaft sei in viele Richtungen diskutiert worden, welche Folgen das peinliche Ausscheiden im DHB-Pokal und die damit entgangene Chance auf Mehreinnahmen bedeuten. Für Zerbe ein legitimer Prozess, denn "im normalen Berufsleben ist es ja auch so, dass schlechte Leistungen zu Einbußen führen". Die Reaktion der Mannschaft beim souverän gewonnenen Auswärtsspiel beim HBW Balingen-Weilstetten wertet der Geschäftsführer als positive Reaktion. "Wir wollten die Spieler wachrütteln. Die Gespräche zeigen, dass sich nun alle mit dem Thema beschäftigen."