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Daniel Stephan soll Düsseldorfs Image aufpolieren

>Ausnahme- und Belagerungszustand in Düsseldorf: Auch eine Stunde nach dem Schlusspfiff umringte noch immer eine hartnäckige Hundertschaft an Fans den Hamburger Mannschaftsbus. Zuvor mussten gleich mehrere Ordner den Zugang zum Kabinentrakt des HSV absperren. Der Spitzenreiter hatte den Düsseldorfern mit 3.187 Zuschauern eine Rekord-Kulisse beschert. Vor allem die Jüngsten von ihnen machten nach dem Schlusspfiff (Autogramm-)Jagd auf die Hamburger Stars.

Auch während des Spiels wurden die Düsseldorfer zum Statisten in eigener Halle degradiert. Szenenapplaus für die Hamburger Kabinettstückchen wie Jansens Kempa-Trick gab es nicht nur von den HSG-Fans. Auch die Spieler zollten dem Tabellenführer wie Bostjan Hribar nach einer Siebenmeterparade von Johannes Bitter, applaudierend Respekt. Szenen, wie sie Manager Frank Flatten gerne auch einmal bei der eigenen Mannschaft erleben würde. Mit beiden Beinen im Tabellenkeller, ist man beim Aufsteiger im Kopf schon in höheren Regionen.


Größerer Etat im neuen Jahr?

Kein geringerer als Daniel Stephan soll die Landeshauptstädter in absehbarer Zeit von einer Fahrstuhlmannschaft zu einer festen Größe auf der Bundesliga-Landkarte machen. Manager Flatten will den einstigen Welthandballer als Sportlichen Leiter installieren, der bei namhaften Spielern und potenziellen Sponsoren Türen öffnen soll. Man sei sich bereits handelseinig. Auch im Falle eines Abstiegs. Wenn die Voraussetzungen stimmen. Der Etat soll um 600.000 Euro auf rund 2,4 Millionen Euro angehoben werden. Alleine die Sponsoren fehlen noch. Am morgigen Mittwoch steht das vielleicht schon vorentscheidende Keller-Duell in Balingen auf dem Programm. Gut möglich, dass die HSG in ihrem Wunschdenken dann bereits wieder von der sportlichen Realität eingeholt wird.
hsg düsseldorf