TBV Lemgo - HSG Wetzlar - HSG besiegt TBV Lemgo mit Tor in letzter Sekunde - Dank Salzer herrscht Karneval in Wetzlar - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
HSG besiegt TBV Lemgo mit Tor in letzter Sekunde

Dank Salzer herrscht Karneval in Wetzlar

Nun hat’s auch den TBV Lemgo erwischt. Mit dem 30:31 (15:16) bei der HSG Wetzlar kassierten die Lipperländer zum Auftakt des 4. Spieltags der Bundesliga ihre erste Saison-Niederlage. Die HSG kletterte durch den dritten Saisonsieg hinter den TBV auf Rang 5.

Dabei schaffte ausgerechnet der überragende Akteur auf dem Platz die Entscheidung in buchstäblich letzter Sekunde. Timo Salzer, der als HSG-Regisseur und Torjäger eine herausragende Partie geboten hatte, sprintete Sekunden vor dem Abpfiff in einen Querpass des besten Lemgoers, Michael Kraus, verwandelte den Tempogegenstoß zum Siegtor und die Rittal-Arena in ein Tollhaus voller jubelnder, schreiender HSG-Fans.

Pokal-Krimi als Training

„Heute ist Karnval, heute ist Riesenstimmung, wir haben ja auch ein Riesenspiel gemacht“, stammelte Wetzlars Held des Tages atemlos. Mit Blick auf den Pokal-Krimi in Gummersbach, den die Hessen am Mittwoch nach zweimaliger Verlängerung mit 37:39 verloren hatten, sagte Salzer: „Wir hatten im Pokal das perfekte Training, da haben wir gesehen, dass wir 60 Minuten Gas geben können.“

So glücklich der Erfolg am Ende war, war er vor allem insgesamt verdient. Die Hausherren hatten die Partie – wenn auch in der zweiten Halbzeit meist nur knapp – dominiert, Lemgo lag beim 5:4 in der 10. Minute zum letzten Mal vorne. Acht Minuten vor Schluss glichen die Gäste erstmals wieder aus. Zu viele Fehler im Spielaufbau verhinderten aber, dass der TBV seinerseits in Führung gehen konnte. Pech, dass ausgerechnet 'Mimi' Kraus der entscheidende Fehlpass unterlief: Der Nationalspieler hatte die Gäste nach dem klaren 10:5- (16.) und 12:7-Vorsprung (19.) der HSG vor der Pause wieder ins Spiel begracht und war zudem mit 11 Treffern stärkster Lemgoer.

Das Spiel in der Statistik
HSG Wetzlar:
Krasavac, N. Weber; Schmidt, Christophersen (7), Salzer (10), Valo (5), Allendorf (3), Jungwirth (2), Mraz, Djordjic, Schneider, Chalkidis (1), Werum (3).
TBV Lemgo: Lichtlein; Strzelec; Kraus (11/2), Ilyes (1), Preiß (2), Glandorf (5), Schmetz, Kehrmann (2), Binder (2), Mocsai (1), Strobel (2), Hermann (3), Kubes (1).
Zuschauer: 3.412. - Schiedsrichter: Geipel/Helbig. – Zeitstrafen: 4:4 Minuten. - Siebenmeter: 1/0:2/2.