SG Flensburg-Handewitt - Das Comeback von Narcisse - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Das Comeback von Narcisse

"Oh wie ist das schön..." - der Kieler Handball-Tempel feierte im 66. Schleswig-holsteinischen Landesduell den höchsten Sieg des THW Kiel. Die "Zebras" strahlten nach dem klaren 38:26 gegen die SG Flensburg-Handewitt regelrecht um die Wette. Einer freute sich aber noch etwas mehr als alle anderen: Daniel Narcisse. Der Franzose spielte zum ersten Mal in dieser Saison, nachdem er während der Vorbereitung einen Kreuzbandriss erlitten hatte. "Es war ein einmaliger Moment, als ich das Spielfeld betrat und die Zuschauer mir einen tollen Empfang boten", sagte der 31-Jährige. "Vor allem war mein Comeback kein Geschenk vom Trainer, sondern ich durfte schon in der ersten Hälfte spielen, als das Spiel noch nicht entschieden war."

Das war nach rund 20 Minuten. Nur drei Minuten später lochte Daniel Narcisse bereits das erste Mal ein, und zwar zum 13:8. Insgesamt war der furiose Anfangselan der "Zebras", die die Flensburger bis zum 8:2 regelrecht überrannten, zu diesem Zeitpunkt aber verschwunden. Die Gäste verkürzten, zogen sich nun besser aus der Affäre. "Wir haben uns herangekämpft", sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes. "Aber ich möchte diese Phase auch nicht überbewerten. Der THW hat doch relativ früh durchgewechselt."

Zumindest hatten die Flensburger den Nerv von Alfred Gislason getroffen. "Mich hat es geärgert, dass die Flensburger bis zur Pause bis auf zwei Tore herangekommen waren", sagte dieser. In der Pause feilte er an seinem taktischen Konzept. Er ließ nun mit einer 3:2:1-Formation operieren, brachte als I-Tüpfelchen Filip Jicha, der wegen einer Zerrung im rechten Oberschenkel eigentlich geschont werden sollte. Die Umstellungen passten wie die Faust aufs Auge. Die Flensburger bissen sich immer wieder fest und gerieten binnen Kürze entscheidend mit 16:26 in Rückstand.