"Das hinterlässt ein großes Fragezeichen hinter dieser Saison" - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

"Das hinterlässt ein großes Fragezeichen hinter dieser Saison"

>Thorsten Storm war bedient. Dem Manager der Rhein-Neckar Löwen war anzusehen, welche tiefe Wunde die deutliche Heimniederlage bei ihm hinterlassen hatte. "Das hinterlässt ein ganz großes Fragezeichen hinter dieser Saison", sagte Storm, dessen Team jetzt Gefahr läuft, nicht einmal die Qualifikationsrunde für die kommende Champions-League-Saison zu erreichen. "Ich weiß nicht, ob jeder Spieler begriffen hat, wie wichtig der vierte Platz für uns ist", wirkte der Löwen-Manager desillusioniert. Nachdem die Badener im April so stark und gefestigt wirkten, leisteten sie sich im Mai bereits den zweiten Aussetzer nach der katastrophalen Leistung bei der SG Flensburg-Handewitt. Der zunächst gute Eindruck, den das Team im Jahr 2010 hinterlassen hat, verwässert zusehends.

"Die Mannschaft hat ganz kläglich verloren", schickte Storm noch hinterher und bekam Unterstützung von Ola Lindgren. Auch der Trainer tat sich schwer, Worte für das zu finden, was die Akteure zuvor abgeliefert hatten. "Das war ein Riesenrückschlag für uns", sagte er schließlich. Die blutleere Vorstellung der Löwen hatte den Verantwortlichen zugesetzt. Ohne ihren heimlichen Anführer Ólafur Stefánsson fanden die Badener keinen Weg, um die Aufgaben zu lösen, die die Füchse ihnen stellten.

"Bei uns muss sich jeder an die eigene Nase fassen", wollte Patrick Groetzki erst gar keine Einzelkritik zulassen. Und in der Tat konnten mit Abstrichen allein Uwe Gensheimer und Grzegorz Tkaczyk überzeugen, die übrigen Rhein-Neckar Löwen gingen unter.

Nur wenn die Göppinger in ihren drei noch ausstehenden Partien patzen, können die Löwen den vierten Tabellenplatz noch erreichen. "Darauf sind wir jetzt angewiesen, das ist kein schönes Gefühl", sagte Groetzki. Vor knapp zwei Wochen war der dritte Tabellenplatz für die Löwen noch in Reichweite, jetzt müssen die Gelbhemden sogar um den vierten Rang bangen. Möglicherweise geht die Saison 2009/10 denkbar schlecht zu Ende. RHein-Neckar Löwen