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Das Hoch soll genutzt werden

Das Wundenlecken nach der jüngsten WM hielt sich beim SC Magdeburg in Grenzen. Trainer Frank Carstens war als Psychologe diesbezüglich nicht gefragt, da aus dem DHB-Team, das sich in Schweden blamierte, derzeit niemand das Trikot der Elbestädter trägt. Und die Wiedereingliederung von Robert Weber, der mit Österreich die Hauptrunde verfehlte, und Bartosz Jurecki, der mit Polen am angestrebten 7. Platz vorbeisegelte, war nicht das Problem dieser Tage. Der Trainer ordnet alles vielmehr dem großen Ziel unter, den siebten Tabellenplatz in der Bundesliga zu halten. "Dazu müssen wir uns aber vor allem auswärts steigern."

Personell haben die Magdeburger derzeit keine großen Probleme, sieht man einmal vom Langzeitverletzten Dennis Krause ab. Die Rehabilitation des Rückraumlinken, der im Mai einen Kreuzbandriss erlitten hatte, verzögert sich nach einem erneuten Eingriff am rechten Knie weiter. Ein neuerlicher Nasenbeinbruch, für den Teamkollege Yves Grafenhorst verantwortlich zeichnete, hemmt derzeit noch Tim Hornke. Der 20-Jährige, der bei der Jugend-WM im Vorjahr ins Allstar-Team gewählt wurde, hat vor allem auch die WM- Pause genutzt, um als zweiter Mann hinter Rechtsaußen Robert Weber weiter auf sich aufmerksam zu machen.


Keine Perspektive

Mit Patrick Schulz und Dario Quenstedt verlassen im Sommer zwei talentierte Torhüter den Verein. Sie sehen derzeit keine Perspektive beim SCM, weil dort Islands Nationaltorhüter Björgvin Pall Gustavsson verpflichtet wurde. Dabei ist der SC Magdeburg schon ein Ausnahmeclub, denn mit Wiegert, Schöne, Sprenger, Grafenhorst, Theuerkauf oder Rojewski starteten aus dem erfolgreichen SCM-Nachwuchs Akteure gar bis in die Nationalmannschaft durch. Wiegert, Grafenhorst und Rojewski spielen im Konzept von Trainer Carstens für die noch ausstehenden 15 Bundesligapartien jedenfalls eine dominate Rolle. Yves Grafenhorst fiel zuletzt im Training eine Schlüsselposition zu, denn zur bislang dominierenden 6:0-Abwehr wurde viel für die 5:1-Variante geprobt. "Mit dem psychologischen Hoch aus dem 34:29-Erfolg gegen die Flensburger ", so Fabian van Olphen, "wollen wir in die kommenden Spiele gehen."