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Großwallstadts Trainer David tief enttäuscht von seinem Team

"Das ist der Tiefpunkt der Saison!"

Peter David ist normalerweise ein ruhiger Zeitgenosse. Der Trainer des TV Großwallstadt macht seine Arbeit gerne und er betont Woche für Woche, wie viel Spaß es ihm macht, gerade diese Mannschaft zu trainieren. Doch nach dem Spiel gegen Minden, nach einer über weite Strecken indiskutablen Leistung war auch David bedient. "Ich bin riesig enttäuscht", sagte er nach dem 25:25-Unentschieden, "das ist der Tiefpunkt der Saison."

Die vergangene Woche ist für den TVG schlimm verlaufen, erst die unglückliche Ein-Tore-Niederlage in Gummersbach, dann das unnötige Ausscheiden aus dem Pokal gegen Kiel, jetzt nur ein Remis gegen Minden. "Minden entwickelt sich für mich langsam zum Albtraum, dass muss ich ehrlich zugeben", sagte David, der schon in der letzten Saison eine Heimniederlage gegen die Ostwestfalen hinnehmen musste.

Rechts liegt alle Verantwortung auf Weinhold

Beim TVG beginnen viele, sich an diese letzte Saison zu erinnern. Auch da war, noch unter Trainer Michael Roth, der Start verheißungsvoll, doch nach einigen Wochen war es rapide bergab gegangen. Eine Antwort auf die nachlassende Leistungsfähigkeit hat Peter David noch nicht gefunden. "Wir sind gut gestartet, wir führen 3:1 und haben die Anfangsphase gut im Griff", wirkte er ein wenig ratlos, "dann verlieren wir die weiteren 23 Minuten mit 5:14, das hätte ich vor dem Spiel nicht für möglich gehalten."

Die Probleme des TVG lagen diesmal eindeutig im Angriff. Katsigiannis hatte den Rückraumspielern schnell den Zahn gezogen, zumal dem Trainer kaum Möglichkeiten bleiben zu reagieren. Auf Halbrechts ruht alle Verantwortung auf Steffen Weinhold. Der Nationalspieler durchläuft nach starken Beginn an seinem neuen Arbeitsplatz eine schwere Zeit. Der zweite Halbrechte, Einar Holmgeirsson, vor einigen Wochen am Knie operiert, wird frühestens im neuen Jahr wieder helfen können. In der Mitte steht Oliver Köhrmann meist alleine, die beiden jungen Rechtshänder Csaba Szücz und Stefan Kneer sind einfach noch nicht konstant genug.