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Das Konzept geht nicht auf

>Ohne die drei Stammspieler Vladica Stojanovic (aus disziplinarischen Gründen inzwischen verabschiedet), Franck Junillon und Thomas Klitgaard (beide verletzt) hat die MT-Mannschaft aus Melsungen in Berlin ganz unerwartet keinen besonders respektablen Eindruck hinterlassen. "Nach den guten Leistungen gegen Göppingen, Flensburg und zuletzt gegen Magdeburg war unser Kader ziemlich platt", sagte MT-Coach Ryan Zinglersen.

Das machte sich auf zwei Ebenen bemerkbar: Durch mangelnde Konzentration unterliefen den Nordhessen zum einen reihenweise technische Fehler und zum anderen ließ ihre löchrige Deckung Torhüter Mario Kelentric eins um das andere Mal im Stich, so dass die in allen Bereichen dominierenden Berliner ihren Vorsprung regelmäßig vergrößern konnten. "Wir haben bereits in den letzten Minuten der ersten Halbzeit das Spiel aus der Hand gegeben. Unser Konzept ging nicht auf", stellte der enttäuschte Zinglersen fest.

Lediglich drei seiner Spieler blieben auf gutem Niveau. Der Halbrechte Alexandros Vasilakis zeigte in der ersten Hälfte, wie Parallelstöße funktionieren können (sechs Tore), Kreisläufer Felix Danner war während des gesamten Spiels ein Unruheherd für die Gastgeber (ebenfalls sechs Tore) und Nenad Vuckovic konnte, diesmal mehrheitlich auf der linken Aufbauposition eingesetzt (Grigoris Sanikis dafür auf der Mittelposition), seine Fehlerquote in den zweiten 30 Minuten erheblich reduzieren. mt melsungen