TBV Lemgo - Das Mudrow-Team wieder im Energiesparmodus - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Das Mudrow-Team wieder im Energiesparmodus

>Typisch TBV. Nach dem tollen Europapokalsieg gegen La Rioja verfielen die Mudrow-Mannen beim glücklichen 27:26 gegen den TSV Dormagen wieder in den Energiesparmodus. "Eigentlich schweben wir auf einer Woge der Begeisterung. Doch mit halber Kraft funktioniert halt nichts. Es geht nur mit 100 Prozent. Das war für jeden klar erkennbar", sagte TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe nach dem packenden Match. Spätestens beim 6:11 nach 21 Minuten deutete sich an, dass die Lemgoer wieder einmal Opfer ihrer eigenen Arglosigkeit werden könnten. Speziell die beiden Griechen Balomenos und Chantziaras mischten die TBV-Deckung auf, während auf Lemgoer Seite anfangs nur Rolf Hermann zündete (vier Tore nach 17 Minuten). "Das war eine Frage der Einstellung. Wir haben anfangs überhaupt keine Zweikämpfe gesucht. Während uns hinten die Aggressivität fehlte, waren wir vorne durch mangelnde Ordnung häufig am Zeitspiel", fühlte sich der nach 18 Minuten gegen Martin Galia ausgewechselte Carsten Lichtlein im Stich gelassen. Um die schwankende 6:0-Abwehr zu kitten, nahm Trainer Mudrow einige Basteleien vor. Doch besser wurde es erst, als Kehrmann ab der 26. Minute vorgezogen in einer 5:1-Formation deckte. "Flo hat wichtige Akzente gesetzt und auch Tommy hat seine Bewährungschance auf der Mitte genutzt", musste sich Mudrow mit wenigen positiven Aspekten bescheiden. Der gelobte Mocsai sprach von "einem zähen Ringen". Die aus der Dormagener Personalnot geborene, verschobene 5:1-Deckung gegen die Lemgoer Königsposition sei "unangenehm" gewesen. Mocsai: "Weil wir keine drei, vier Tore in Folge werfen konnten, war es bis zum Schluss eine lange Aufholjagd." tbv lemgo