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Das Talent Jens Wiese heimst ein Sonderlob ein

> "Wir müssen in dieser Situation noch mehr zusammenrücken." Das versprach man sich im Nettelsteder Lager vor der Partie gegen Frisch Auf Göppingen. Hintergrund: Mit Alexandros Alvanos (wegen schwerer Schulterverletzung bis Saisonende außer Gefecht), Heidmar Felixson (Muskelfaserriss in der Wade) und Arne Niemeyer (Trommelfell) standen gleich drei Rückraumspieler bester Güte auf der Verletztenliste. Zusammenrücken, das hieß für Arne Niemeyer ganz konkret und sehr überraschend weit eher als erwartet wieder auf die Spielfläche zurückzukehren. Und der Ex-Hamburger machte seine Sache ab der 20. Minute richtig gut.

Zusammenrücken, das bedeutete aber auch, entstandene Lücken mehr als ausreichend zu schließen. Ein Sonderlob heimste sich diesbezüglich Jens Wiese ein. Vier Treffer bei sechs Versuchen standen am Ende zu Buche. Der 22-Jährige, mit Zweitspielrecht auch für den Regionalligisten LIT Nordhemmern/Mindenerwald im Einsatz, bewies eindeutig, dass er das Zeug zum Erstliga-Stammspieler hat. Da auch der im Sommer aus Spanien an den Wiehen gekommene Däne Henrik Hansen als Spielgestalter immer besser wird, brauchten die Nettelstedter gar nicht alle Aufstellungs-Varianten einsetzen, die man sich noch ausgedacht hatte, falls es nicht läuft.

Ohnehin sind Heimspiele in dieser Saison ein Selbstläufer für den TuS, von einer hohen Niederlage gegen die Füchse Berlin mal abgesehen. Gegen vier "Große" wurde bereits gewonnen in eigener Halle, gegen Kiel und jetzt im Duell mit Frisch Auf toll dagegengehalten.

In den Griff bekommen wollen die Liljestrand-Schützlinge nun aber die Auswärtsschwäche, erst ein einziges Pünktchen haben sie aus der Fremde mitgenommen. Dieses Ziel ist beinahe so wichtig wie ein gutes Auftreten beim Final Four am nachösterlichen Wochenende. Ein Pokaltitel, den niemand auf der Rechnung hat, würde aber wohl auch die Liga-Auswärtsschwäche kaschieren. Dass die Konzerntration auf die Meisterschaftsspiele beeindruckend hochgehalten wird, zeigte die gute Leistung gegen Göppingen. TuS N-Lübbecke