SC Magdeburg - Dem TSV geht am Ende die Luft aus - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Dem TSV geht am Ende die Luft aus

Der TSV Dormagen ist den Relegationsspielen nur einen statt der erhofften zwei Schritte näher gekommen. Mit einem Sieg hätten der TSV den Abstieg der Konkurrenten aus Düsseldorf und Minden bereits vorzeitig besiegelt. "Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, nach dem Spielverlauf dann nicht mehr", wusste Trainer Kai Wandschneider dann auch nicht so recht, wie genau er den Punkt einordnen sollte. Der viel gebeutelte Coach musste vor dem Spiel zudem den Verlust von Dinos Chantziaras hinnehmen. Der griechische Linkshänder musste mit einer Handverletzung passen.

Das letzte Aufgebot der Hausherren brauchte lange um in die Partie zu kommen. Die Magdeburger wirkten trotz der langen Busfahrt hellwach und nutzten eiskalt ihre Torchancen. Nach der 6:2-Führung durch Jurecki in Minute sieben musste man aus Dormagener Sicht Schlimmstes befürchten. "Nach den überragenden ersten zehn Minuten ist ein unerklärlicher Bruch ins unser Spiel gekommen", beschreibt dann SCM-Urgestein und Interimscoach Sven Liesegang die plötzliche Wende vor der Seitenwechsel. Nachdem der TSV endlich im Spiel war, folgte in den fünf Minuten vor der Pause die beste Phase der Rheinländer. Angetrieben von einem gewitzt auftrumpfenden Youngster Kentin Mahé warf der TSV eine Vier-Tore-Führung heraus. Brillierte vor der Pause Rechtsaußen Bobby Schagen mit seinem besten Spiel für Dormagen, trumpften in Hälfte zwei Kristian Nippes und Nils Meyer auf. Doch wie schon gegen Minden gelang es dem TSV nicht, den Vorsprung über die Ziellinie zu bringen. "In der Schlussphase ist uns leider etwas die Luft ausgegangen. Wir waren da auch leider zu oft in Unterzahl. In den letzen 50 Sekunden dürfen wir nicht so schnell den Ball weggeben", resümierte Dormagens Trainer Kai Wandschneider.