THW Kiel - HSV Hamburg - TBV Lemgo - SC Magdeburg - Frisch Auf! Göppingen - Rhein-Neckar Löwen - SG Flensburg-Handewitt - HSG Nordhorn - VfL Gummersbach - Füchse Berlin - TV Großwallstadt - MT Melsungen - TSV GWD Minden - HSG Wetzlar - HBW Balingen-Weilstetten - DHC Rheinland - Stralsunder HV - SC Magdeburg II - TUS N-Lübbecke - HSG Düsseldorf - TSV Hannover-Burgdorf - HSG Ahlen-Hamm - TSG Friesenheim - Eintracht Hildesheim - Bergischer HC - TV Hüttenberg - TUSEM Essen - TV Neuhausen - TV Emsdetten - THSV Eisenach - DKB Handball-Bundesliga - Der 16. Spieltag in der Vorschau - Teil II - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
DKB Handball-Bundesliga

Der 16. Spieltag in der Vorschau - Teil II

Die Rückkehr des Ostschlagers – Melsungen fordert Löwen

Zwei Begegnungen des 16. Spieltages der DKB Handball-Bundesliga stehen am Wochenende besonders im Fokus. Nachdem die Top-Teams aus Berlin, Kiel und Flensburg unter der Woche ihre Haus- beziehungsweise Auswärtsaufgaben erfolgreich hinter sich gebracht haben, wollen die Rhein-Neckar Löwen am Sonntag nachziehen. Doch mit der Begegnung bei MT Melsungen wartet auf die Schützlinge von Gudmundur Gudmundsson eine äußerst knifflige Aufgabe.

Bereits am Samstag steigt in der Werner-Aßmann-Halle zu Eisenach das Spiel der Spiele – jedenfalls, wenn es nach den Handball-Fans im Osten des Landes geht. Damit mehr als die 3.000 Zuschauer in der seit Wochen ausverkauften „Aßmann-Hölle“ den Leckerbissen verfolgen können, übertragen sowohl der MDR als auch die Online-Kollegen von Sport1.de den Ostschlager live.

Für SCM-Idol Stefan Kretzschmar ist die Ausgangslage klar: „Der SCM steht unter Druck, das Selbstvertrauen der Jungs ist nicht gerade auf dem Höhepunkt. Es steht viel auf dem Spiel. Für den SCM ist verlieren verboten. Der ThSV hat bewiesen, dass man in der ersten Liga mithalten kann.“

Hier der Blick auf sämtliche fünf Partien des Wochenendes:

Fr., 19.45 Uhr – Rittal Arena, Wetzlar:
HSG Wetzlar (12.) – TV Emsdetten (18.)

Stell Dir vor der Tabellenletzte reist an und es werden 4.000 Zuschauer in die Rittal Arena erwartet. In Wetzlar boomt der Handball, egal ob der Gegner Kiel oder Emsdetten heißt. Nach der Klassepartie im letzten Heimspiel gegen Hannover erhoffen sich die eingefleischten HSG-Fans gegen das schlechteste Auswärtsteam der Liga einen weiteren Heimerfolg. Doch Trainer Kai Wandschneider warnt sein Team vor allzu sorgloser Herangehensweise: „Dieses Heimspiel wird alles andere als ein Selbstläufer. Emsdetten steht zwar derzeit mit nur vier Pluspunkten am Tabellenende, aber sie habe viele ausländische Spieler im Kader, die über jede Menge internationale Erfahrung verfügen. Wir dürfen und werden den Gegner keinesfalls unterschätzen und müssen unsere beste Leistung abrufen, um am Ende erfolgreich sein zu können. Klar ist aber auch, die Partie ist ein Muss-Spiel für uns!“ Wandschneider hofft dabei auf die Rückkehr der in Berlin schmerzlich vermissten Ivano Balic und Kristian Bliznac. Ein Fragezeichen steht noch hinter Tobias Hahn, der seit Berlin mit einer Grippe zu kämpfen hat. Für TVE-Trainer Gennadij Chalepo dürfte das Spiel als ehemaliger Spieler und Trainer der HSG Wetzlar ein ganz besonderes werden, zumal seine Familie nach wie vor in Wetzlar lebt und sein Sohn in der dortigen A-Jugend Handball spielt.

Die bisherige Bilanz:
Bisher keine Begegnungen in der DKB Handball-Bundesliga.
Letzte Saison: --:--

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
WET:
U – N – S S – N
TVE: N – N – N – N S

Es fehlen: Valo (Knie-OP), Krause (Oberschenkelprobleme) – Schulz (Fußbruch)

Schiedsrichter:
Hartmann/Schneider (Magdeburg/Barleben)

 

Sa., 14.45 Uhr – Werner-Assmann-Halle, Eisenach:
ThSV Eisenach (16.) – SC Magdeburg (8.) – live im MDR und Sport1.de

Der 22. November 1997 hat sich unauslöschlich in das Gehirn eines jeden Fans des ThSV Eisenach eingebrannt. Damals bezwang der Aufsteiger – auch live im regionalen TV - als krasser Außenseiter den großen SC Magdeburg im ersten Ost-Duell in der Bundesliga mit 23:20. Auch beim letzten Aufeinandertreffen in der Saison 2003/2004 bleiben beim 21:19 beide Punkte unterhalb der Wartburg. Darüber hinaus konnte der ThSV seine letzten beiden Heimpartien gewinnen und scheint endgültig in Liga eins angekommen zu sein. Warnungen also genug für den SCM, der zuletzt beim 19:29 daheim gegen Melsungen arg unter die Räder kam. Der in Magdeburg in der Kritik stehende Coach Frank Carstens hofft dabei, wieder auf den lange verletzten Yves Grafenhorst zurückgreifen zu können: „Ich werde am Freitag mitfahren. Wie ich eingesetzt werden kann, besprechen und entscheiden wir in den nächsten Tagen“, ist der Linksaußen vorsichtig optimistisch.

Die bisherige Bilanz:
Heim: 7 Spiele – 4 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen – 156:154 Tore
Auswärts: 7 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 7 Niederlagen – 160:197 Tore
Gesamt: 14 Spiele – 4 Siege, 1 Unentschieden, 9 Niederlagen – 316:351 Tore
Letzte Saison: --:--

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
EIS:
N – S N S – N
SCM: N – N – N – S N

Es fehlen:
Koloper (Bandscheiben-OP) – Bezjak (Knie), Jurecki (Knie-OP), Landsberg (Muskelfaserriss Brustmuskel), Rojewski (Daumen-OP)

Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Heppenheim/Fellbach-Oeffingen)

 

Sa., 19.00 Uhr – O2-World, Hamburg:
HSV Hamburg (5.) – TBV Lemgo (11.)

Mit einem 34:27 gegen Naturhouse La Rioja hat sich der HSV am Mittwochabend vorzeitig für das Achtelfinale der VELUX EHF Champions League qualifiziert. Von den Fans besonders gefeiert wurde Keeper Marcus Cleverly, der sich seit Wochen in Topform präsentiert und gegen die Spanier unter anderem drei Siebenmeter entschärfte. Nach den zuletzt sehr erfolgreichen Wochen in Bundesliga und Königsklasse sind die Hansestädter auch gegen den TBV Lemgo klarer Favorit vor eigener Kulisse. Zumal der HSV laut Trainer Martin Schwalb in dieser Saison noch Großes vor hat. „Mein Ziel ist es, in dieser Saison Deutscher Meister zu werden und die Champions League zu gewinnen. Dafür lebe ich, dafür arbeite ich."

Die Gäste aus Ostwestfalen bangen vor der Partie in der O2-World um Rechtsaußen Arjan Haenen. Der Holländer verletzte sich nach einem Trainingszusammenstoß mit Patrick Zieker an der rechten Hand, die vorsichtshalber eingegipst wurde. Eine MRT-Untersuchung am Freitag soll Aufschluss bringen, ob ein Einsatz am Samstag möglich ist.

Die bisherige Bilanz:
Heim: 11 Spiele – 8 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage – 340:310 Tore
Auswärts: 11 Spiele – 6 Siege, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen – 335:334 Tore
Gesamt: 22 Spiele – 14 Siege, 3 Unentschieden, 5 Niederlagen – 675:644 Tore
Letzte Saison: 34:31

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
HSV:
S – S – S – N – S
TBV: N – N S – N – S

Es fehlen: keiner – Bechtloff (Blinddarm-OP), Haenen (Einsatz fraglich)

Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweier)

 

So., 15.00 Uhr – Rothenbach-Halle, Kassel:
MT Melsungen (6.) – Rhein-Neckar Löwen (4.) – live bei Sport1

Gegen den HSV Hamburg und die SG Flensburg hat es vor eigener Kulisse noch nicht zu Punkten gereicht. Immerhin wurde am ersten Spieltag mit den Füchsen aus Berlin bereits ein Top-5-Team geschlagen. Nun soll für die in letzten Wochen überzeugenden Melsunger ein Erfolg gegen den Vierten aus Mannheim her. „Die Löwen sind schon eine Klassemannschaft, reichen aber möglicherweise noch nicht ganz an das Niveau unseres letzten Heimgegners Flensburg heran. Auf jeden Fall müssen wir uns zuhause nicht verstecken. Vor allem nicht, wenn die Halle endlich mal richtig voll ist und uns noch mehr Zuschauer als zuletzt 60 Minuten lang nach vorne peitschen“, gibt sich MT-Rechtsaußen Johannes Sellin kämpferisch. Auf ihn wartet das direkte Duell mit seinem Nationalmannschaftskameraden Uwe Gensheimer, der deutschen Nr. eins auf Linksaußen. Die Nummer zwei im Lande dürfte derzeit der Melsunger Michael Allendorf sein, der mit 105 Treffern zu den Toptorjägern der Liga gehört. Aufgrund seiner konstant guten Leistungen wurde der Kontrakt des 27-Jährigen unter der Woche vorzeitig bis 2017 verlängert.

Die bisherige Bilanz:
Heim: 8 Spiele – 2 Siege, 0 Unentschieden, 6 Niederlagen – 233:256 Tore
Auswärts: 8 Spiele – 0 Siege, 1 Unentschieden, 7 Niederlagen – 215:280 Tore
Gesamt: 16 Spiele – 2 Siege, 1 Unentschieden, 13 Niederlagen – 448:536 Tore
Letzte Saison: 23:26

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
MEL:
S – S – U N – S
RNL: N – S – N – S S

Es fehlen: keiner – Sesum (Knie-OP)

Schiedsrichter: Geipel/Helbig (Steuden/Landsberg)

 

So., 17.15 Uhr – KAMPA-Halle, Minden:
TSV GWD Minden (15.) – Frisch Auf Göppingen (13.)

„Es kann nicht sein, dass der Trainer in der Halbzeitpause die Mannschaft wecken muss. In Minden erwarte ich von jedem einzelnen Spieler eine andere Einstellung“, tobte FAG-Manager Gerd Hofele nach der 31:33-Heimpleite gegen den VfL Gummersbach. Auf Coach Velimir Petkovic wartet unter der Woche eine Menge Arbeit, um seine Schützlinge wieder aufzurichten und auf das Gastspiel in Minden vorzubereiten. Denn ein Zuckerschlecken dürfte das für die Schwaben im „Duell der Grün-Weißen“ nicht werden. Denn bei GWD ist nach den Erfolgen gegen Gummersbach und Balingen der Knoten vor eigenem Publikum geplatzt. Immerhin konnten die Mindener mit dem jüngsten Heimerfolg die Abstiegsränge verlassen. Da heißt es nun gegen Frisch Auf, ebenfalls ein Team der unteren Tabellenhälfte, nachzulegen und einen weiteren Schritt in Richtung Mittelfeld zu unternehmen.

Die bisherige Bilanz:
Heim: 17 Spiele – 9 Siege, 0 Unentschieden, 8 Niederlagen – 388:374 Tore
Auswärts: 17 Spiele – 1 Sieg, 2 Unentschieden, 14 Niederlagen – 363:423 Tore
Gesamt: 34 Spiele – 10 Siege, 2 Unentschieden, 22 Niederlagen – 751:797 Tore
Letzte Saison: 26:32

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
GWD:
U – N – S – N S
FAG:
N – U – S – S N

Es fehlen: Schäpsmeier (Achillessehnenabriss) – keiner

Schiedsrichter: Grobe/Kinzel (Bochum)

Ausführliche Spiel- und Hintergrundberichte und alle Statistiken zum 16. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga sowie zur EHF VELUX Champions League finden Sie am Dienstag, 3. Dezember in der kommenden Ausgabe (Nr. 49) der HANDBALLWOCHE.