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Nach dem Tod der Methes

Der Handball trägt Trauer

Der Handball trägt Trauer: Einen Tag nach dem Unfalltod der Schiedsrichter Bernd und Reiner Methe haben Clubs, Verbände sowie Spieler mit Fassungslosigkeit und Bestürzung auf das Unglück reagiert.

Bei den Bundesliga-Spielen sollten Teams und Referees mit Trauerflor auflaufen, vor Spielbeginn sollte der Zwillingsbrüder mit einer Schweigeminute gedacht werden. Das gleiche planten die Frauen-Clubs bei ihren Europacup-Partien. Zugleich forderte Schiedsrichterchef Peter Rauchfuß, zum Schutz der Unparteiischen vor Terminstress den Spielkalender zu entzerren.

Die Staatsanwaltschaft Rottweil nahm Ermittlungen zum Hergang des Verkehrsunfalls auf, bei dem Bernd und Reiner Methe am Freitagabend auf dem Weg zum Bundesligaspiel HBW Balingen-Weilstetten gegen den SC Magdeburg ums Leben gekommen waren. Die Behörde hat ein Sachverständigen-Gutachten in Auftrag gegeben, weil die Unfallursache ungeklärt ist.

«Der tragische Tod zwei unserer besten Schiedsrichter hat mich geschockt. In ihrer langjährigen, auch international hochklassigen Karriere hat mich das Auftreten der Beiden immer sehr beeindruckt. Ihr Tod macht mich tieftraurig», sagte Ulrich Strombach, Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB). «Bernd und Reiner waren nicht nur gute Schiedsrichter, sondern auch zwei gute Menschen, die uns verloren gegangen sind. Die beiden sind immer positiv aufgefallen», bekannte Frauen-Bundestrainer Heine Jensen.

«Was ich fühle, ist mehr als Schmerz, weil ich weiß, was wir verloren haben», sagte Rauchfuß. Auch er hatte sich gegen eine vorübergehend ins Auge gefasste Absage des Spieltages ausgesprochen. «Die Schiedsrichter treten an für Bernd und Reiner. Das ist in ihrem Sinne», erklärte der Chemnitzer. Das Tragen eines Trauerflors und die Gedenkminute seien selbstverständlich, aber «nur eine schemenhafte Geste».

Zugleich prangerte er die Terminhatz für die Schiedsrichter an. Denn die Methes hätten nach der Partie in Balingen zurück nach Frankfurt/Main fahren sollen, um von dort aus zum Champions-League-Spiel Krim Ljubljana gegen Larvik HK am Sonntag zu reisen. «Ich hoffe, dass jetzt mal ein Umdenken einsetzt und nicht nur der Kommerz im Mittelpunkt steht. Der Zeitplan ist so wie der Spielplan ist», erklärte Rauchfuß. Wegen des starken Verkehrs unmittelbar vor dem Wochenende sei der Freitag der gefährlichste Spieltag, sagte er. Für die Partie in Ljubljana setzte der Europäische Handball-Verband EHF als Ersatz die Ungarn Peter Horvath und Balazs Marton an.

Der Bundesliga-Verband HBL schließt sich der Forderung an und will vor allem den internationalen Kalender korrigieren. «Wir machen uns erneut dafür stark, dass wir zu berechenbaren Terminen kommen, vor allem international», sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. Im Gegensatz zu den Handball-Profis müssten die Referees ihr Hobby neben dem Beruf organisieren. «Für sie sind kurzfristige Termine noch unzumutbarer als für die Spieler, organisatorisch wie mental», erklärte er.

Bernd und Reiner Methe waren aus noch ungeklärter Ursache auf einer Bundesstraße nahe Empfingen in den Gegenverkehr gekommen und dort frontal mit einem Lkw zusammengestoßen. Durch die Wucht des Aufpralls hatte sich der neue Mercedes der Brüder unter den Brummi gebohrt. Beide sollen noch am Unfallort ihren Verletzungen erlegen sein. Die Familienväter wurden 47 Jahre alt. Reiner Methe hinterlässt seine Frau und zwei Jungs, Bernd Methe hatte mit seiner Frau einen Sohn. «Das tut sehr weh. Ich bin total sprachlos und schockiert. Mein Beileid gilt den Familien», erklärte Melsungens Trainer Michael Roth.

 

KOMMENTARE

Taimi, 07.08.15, 19:12 Uhr
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Jennabel, 21.07.15, 17:15 Uhr
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