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Der TuS setzt seine Berg- und Talfahrt fort

Die Berg- und Talfahrt beim TuS N-Lübbecke geht weiter. Äußerst starken Leistungen wie bei Heimsiegen gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte oder erst vor gut drei Wochen beim Final Four folgen mit schöner Regelmäßigkeit Frusterlebnisse. So wie am Samstag gegen einen Konkurrenten auf Augenhöhe. Obwohl nur mit einem Tor verloren, ging die 30:31-Niederlage gegen die HSG Wetzlar voll und ganz so in Ordnung.

Schon den Start verschliefen die Liljestrand-Schützlinge völlig. 0:5 nach sechs Minuten - einfach indiskutabel. Die Hausherren setzten zwar gut nach - 4:5 nach zehn Minuten, im Grunde liefen die Nettelstedter dem hohen Anfangsrückstand aber irgendwie immer hinterher. Meist lagen die Gäste mit zwei oder drei Toren in Front, jedenfalls bis zum Seitenwechsel. Das lag zum einen an einer weniger engagiert als sonst gewohnt wirkenden TuS-Abwehr, freilich auch an einer gehörigen Portion Pech im Angriff. Bis zum Pausenpfiff trafen die "Rot-Schwarzen" immerhin fünfmal nur Latte oder Pfosten.

Überhaupt leisteten sich beide Teams im ersten Spieldurchgang eine ganze Reihe von Fehlern, ein schönes Handballspiel sieht anders aus. Das änderte sich aber nach der Pause. Vor allen Dingen entwickelten die Mannschaften ein sehr hohes Tempo, was auf den Rängen auch entsprechend honoriert wurde. Zu schnell für den TuS - möchte man aus Lübbecker Sicht beinahe hinzufügen. Denn nur allzu oft brachten überhastete Aktionen die Hausherren um ihren Lohn. "Einfach nicht clever genug", so brachte TuS-Coach Patrik Liljestrand bei Spielende die Dinge genau auf den Punkt. Denn: Weder die 21:19-Führung für den TuS nach 41 Minuten (Treffer Tluczynski), noch den 27:25-Vorsprung in der 51. Spielminute (Tor Niemeyer) konnte Lübbecke sichern, geschweige denn ausbauen. Ein sehr präsenter und rasch agierender Wetzlarer Rückraum, dokumentierte auch mit ordentliche Anspiele über den Kreis den starken Siegeswillen bei der HSG.

Als dann in der sehr packenden Schlussphase dann auch noch Tomek Tluczynski und Tim Remer mit Siebenmetern das Ziel verfehlten, bogen die Gäste endgültig auf die Siegerstraße ein.