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Der vierte Abstieg der HSG ist besiegelt

Statt dem von Düsseldorfer Seite erhofften kleinen Handball-Wunder gab es nüchterne Realität. Mit 22:30 (11:18) unterlag der Aufsteiger erwartungsgemäß den Rhein-Neckar Löwen und besiegelte somit nach 1990, 1996 und 2007 den vierten Abstieg aus dem Oberhaus, während sich die Badener erfolgreich von ihrer 26:33-Heimpleite gegen Füchse Berlin rehabilitierten. Mit einer kurzen Deckung gegen Karol Bielecki versuchte die HSG die Wurfgewalt der Badener einzudämmen, hatte dabei aber die Rechnung ohne die Gäste gemacht. Nach dem 3:3 in der sechsten Spielminute durch den abermals stark aufspielenden Andrej Kogut war es um die Düsseldorfer geschehen. In der Folge nutzten die Rhein-Neckar Löwen clever die sich immer wieder öffnenden Lücken in der Deckung der HSG und bestraften sich häufende missglückte Anspielversuche an den Kreis durch Konter. Das daraus resultierende 4:12 nach gerade einmal einer Viertelstunde ließ für das Tabellenschlusslicht nicht viel Spielraum. Mit dem wortwörtlich allerletzten Aufgebot stemmten sich die Rheinländer dennoch gegen ein sich abzeichnendes Schützenfest. Letzteres konnte vor allem Almantas Savonis verhindern, der nach seiner Einwechselung 15 Paraden, davon zwei gegen den ansonsten fehlerfreien Strafwurfschützen Uwe Gensheimer, zeigte. Und die HSG zumindest in Sichtweite hielt.

Angesichts der badischen Überlegenheit war es schon fast verwunderlich, dass sich der HSG fünf Minuten vor dem Schlusspfiff zweimal die Möglichkeit eröffnete, auf drei Tore zu verkürzen. Doch erneut brachte man sich mit ungenauen Pässen an den Kreis oder von der Halb-Position auf Außen um ein besseres Ergebnis.

Was in der Endabrechnung ohnehin nicht mehr von Wert ist. Nur mit einem Sieg gegen die Löwen hätte man sich im Saisonfinale in Dormagen ein Endspiel um den Relegationsplatz erkämpfen können. Dieser lag gegen wieder erstarkte, wenn auch in der zweiten Halbzeit teils mit angezogener Handbremse spielende, Rhein-Neckar Löwen allerdings in weiter Ferne.