Füchse Berlin - Die Fuchsjagd dauert nur 25 Minuten - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Die Fuchsjagd dauert nur 25 Minuten

Die Fuchsjagd der HSG Düsseldorf dauerte lediglich 25 Minuten. Danach ergab sich der Aufsteiger seinem Schicksal und geriet gegen immer souveräner aufspielende Berliner nach seiner letzten Führung beim 9:8 (25.) über die Pause hinweg mit 10:16 (35.) in Rückstand. "Zu diesem Zeitpunkt war die Partie bereits vorentschieden", haderte HSG-Trainer Goran Suton nach der letztendlich enttäuschenden 22:29 (9:12)-Niederlage.

Dabei hatte seine Mannschaft stark begonnen. Es dauerte sechseinhalb Minuten, bis die Gäste durch Markus Riechwien den exzellent aufgelegten Matthias Puhle im Düsseldorfer Tor erstmals überwinden konnten und auf 1:2 verkürzten. Dass der Rückstand nicht höher ausfiel, war vor allem Petr Stochl zu verdanken, der zwischen den Torpfosten ebenfalls einen starken Abend erwischte.

Zudem fand die HSG Düsseldorf mit dem durch Jaszka sonderbewachten Frantisek Sulc gegen die "Berliner Mauer" kein probates Mittel, scheute Versuche aus der Distanz und verstrickte sich stattdessen zusehends in Eins-gegen-Eins-Situationen, in denen die Rheinländer allerdings meist zweiter Sieger blieben. Nicht so Michal Kubisztal, der im linken Rückraum mehrfach seine Zweikampfstärke entfalten konnte.

Nach dem Seitenwechsel war es vor allem Mark Bult, der neben seinen Strafwürfen für reichlich Torgefahr sorgte und den die HSG zu spät durch Sonderbewacher Frank Berblinger an die kurze Leine legte. Nach dem Anschlusstreffer zum 20:24 (48.) durch Geburtstagskind Michael Hegemann keimte noch einmal Hoffnung auf. Doch der 33-Jährige und seine Teamkollegen kassierten prompt drei Gegentore in Serie und ließen weiterhin "die Aggressivität aus der ersten Halbzeit vermissen", so Coach Goran Suton. Im Angriff konnte lediglich noch Kreisläufer Patrick Fölser gegen das Team seines ÖHB-Trainers Dagur Sigurdsson Akzente setzen. Aber das war zu wenig.