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Die Füchse leisten sich einen Blackout

Eigentlich hätte Göppingen nach dem Sieg in Magdeburg in eigener Halle durchaus beflügelt in die Partie gegen die Füchse aus Berlin gehen können. Dem war aber in den ersten 20 Minuten nicht so. Die Göppinger Abwehr hatte ihre liebe Mühe mit den gut eingestellten Angreifern aus der Bundeshauptstadt. Frisch-Auf-Coach Velimir Petkovic wusste auch warum: "Mit dieser Phase des Spiels war ich nicht zufrieden, weil meinen Deckungsspielern die richtige Einstellung gefehlt hat. Sie spielten einfach zu brav."

Und so lagen die Füchse verdient mit 13:9 in Führung. Auf Göppinger Seite konnte sich man wenigstens auf Lars Kaufmann verlassen, der bis dato schon fünf seiner letztendlich sieben Tore erzielte. Dann aber hatten auch die anderen Frisch-Auf-Angreifer ihre Visiere besser eingestellt. Und so konnte der Altmeister in der 28. Minute mit 15:14 in Führung gehen. Berlin gelang dann noch durch Jaszka der Ausgleich zum 15:15-Halbzeitstand.

In Hälfte zwei, folgten dann 15 erstaunliche Minuten, die Füchse-Coach Dagur Sigurdsson nach dem Spiel als "Totalblackout" bezeichnen sollte. Innerhalb dieser Viertelstunde zogen die Grün-Weißen auf 22:16 davon. Berlin gelang in dieser Phase nicht ein Feldtor. Gerade mal ein Strafwurftreffer sprang für die Füchse heraus. Diese Führung verdankte Frisch Auf Göppingen nicht zuletzt seinem überragenden Torhüter Enid Tahirovic. "Das war Weltklasse", musste auch Dagur Sigurdsson eingestehen.

Aber auch die Deckungsarbeit der Grün-Weißen war nun wesentlich aggressiver. Dies schmeckte den Füchsen überhaupt nicht und freute hingegen den Göppinger Coach: "Da haben wir richtig Gas gegeben. Die Einstellung hat wieder gestimmt. Dadurch kamen wir auch zu leichten Toren." Die Füchse gaben sich aber nie auf, und kamen bis zwei Minuten vor Schluss noch auf zwei Tore heran (27:25). Zur mehr reichte es aber nicht mehr, weil Göppingen durch Oprea und Kaufmann dann den verdienten 29:25-Sieg klar machten.