THW Kiel siegt auch beim Ex-Meister HSV - Die Null bleibt stehen - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
THW Kiel siegt auch beim Ex-Meister HSV

Die Null bleibt stehen

Für Handball-Rekordmeister THW Kiel war auch der entthronte Champion HSV Hamburg keine Hürde auf dem Weg zur perfekten Saison. Der Titelträger und Pokalsieger wies die Hanseaten in deren Halle mit 38:34 (21:17) in die Schranken.

Die Kieler haben damit alle bisherigen 30 Bundesliga-Spiele dieser Saison gewonnen. Die makellose Bilanz soll in den verbleibenden vier Partien Bestand haben. Beste Schützen waren Kim Andersson mit elf Toren beim THW und Renato Vugrinec mit sieben Treffern beim HSV.

In dem hektischen Prestige-Duell vor 13 296 Zuschauern wollten die Hamburger für die Pokalniederlage eine Woche zuvor Revanche nehmen. Das Team von Trainer Martin Schwalb kämpfte zwar tapfer, fand aber auch diesmal gegen den THW kein Erfolgsrezept. Vor allem der Rückraum der Kieler war treffsicherer. «Wir haben gekämpft, aber einige blöde Fehler gemacht», sagte Schwalb.

Es war bereits das vierte Duell der Nordrivalen in dieser Saison. Der THW hat alle Vergleiche gewonnen und damit keinen Zweifel an der Vorherrschaft im deutschen Handball gelassen. Nach Meistertitel und Pokal will der THW nun noch die Champions-League-Trophäe.

Tumulte begleiteten die Schlussphase der ersten Halbzeit. Linksaußen Matthias Flohr vom HSV sah die Rote Karte, weil er Filip Jicha den Ellenbogen ins Gesicht gestoßen hatte. Auch Schwalb erhielt Gelb wegen Reklamierens. Der HSV bleibt trotz der ersten Heimniederlage auf Platz vier, der die Qualifikation zur Champions League verheißt. Der Vorsprung auf die Rhein-Neckar Löwen ist aber auf einen Zähler geschmolzen.