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Die Planungen für Liga zwei beginnen nun

>Das Dutzend ist voll. Und selbst HSG-Trainer Ronny Rogawska muss nach dem zwölften Spiel in Serie ohne Sieg gestehen, dass er Verständnis für all jene aufbringen kann, die "den seit Monaten propagierten Durchhalteparolen nach einem Erfolgserlebnis verbunden mit dem Klassenerhalt" keinen rechten Glauben mehr schenken wollen. "Solange wir rechnerisch allerdings noch eine Chance haben, werden wir kämpfen", betont der Däne. Wissend, dass die Aufgabe angesichts drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und nur noch ebenso vielen Partien vor dem Saisonfinale nicht mehr zu bewältigen sein dürfte.

Erst Recht nicht nach dem die Spielzeit für Leitwolf Michael Hegemann vorzeitig beendet ist. Bei der Partie zuvor in Balingen hatte ihn Frank Ettwein mit einer Grätsche auf das linke Standbein von den Beinen geholt. Dass Hegemann sich bei dieser brutalen Aktion "nur" das Außenband im linken Knie riss, grenzt ebenso an ein Wunder, als dass der in der Liga nicht unbeschriebene Ettwein für dieses Einsteigen noch nicht einmal eine Zeitstrafe oder "die einzig richtige Konsequenz in Form der Roten Karte", so Rogawska, erhielt. Immerhin folgte zwei Tage später die längst überfällige Entschuldigung.

"Es wäre blauäugig weiter auf die erste Liga zu schauen. Wir müssen jetzt den Kader für die kommende Saison planen", fordert Hegemann, der in seinem 167. Spiel für die HSG erstmals verletzt an der Seitenlinie stehen musste.

Ein bedeutendes, Richtung weisendes Zeichen setzte Matthias Puhle. Der überragende Senkrechtstarter im Düsseldorfer Tor will der HSG trotz zahlreicher Angebote aus dem Oberhaus die Treue halten. "Ich will zwar in der ersten Liga spielen. Doch wenn wir nächste Saison eine schlagkräftige Truppe haben, werde ich alles für den Wiederaufstieg tun!" Selbiges Lippenbekenntnis gab auch Max Weiß ab. Der Junioren-Weltmeister kommt immer besser auf Touren und wäre eine wichtige Säule für einen Neuanfang im Unterhaus.
HSG Düsseldorf