Frisch Auf! Göppingen - Die Schwaben verrichten saubere Arbeit - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Die Schwaben verrichten saubere Arbeit

Zweimal konnte sich die HSG Düsseldorf in der Partie gegen Frisch Auf Göppingen zurückkämpfen, die 28:33-Niederlage am Ende aber nicht verhindern. Dafür mangelte es dem Aufsteiger in den entscheidenden Situationen an der Kaltschnäuzigkeit und an der Durchsetzungskraft im Angriff. Die 3-2-1-Abwehr der Rheinländer stellte die Gäste aus dem Schwabenland nur in den ersten Spielminuten vor Probleme. Danach wendete sich das Blatt.

Während die HSG Düsseldorf zusehends am grün-weißen Abwehrbollwerk verzweifelte, strafte FA Göppingen eine Vielzahl an technischen Fehlern mit Kontertreffen. Erst nach 5:9-Rückstand und einer Auszeit setzten die Hausherren Akzente, blieben sieben Minuten lang ohne Gegentreffer und verkürzten so auf 9:10. Eine trügerische, weil kurzfristige, Aufholjagd.

Noch bis zur Pause erhöhten die Schwaben dann aber den Druck und ihre Führung auf 17:11. Allen voran Ex-Düsseldorfer Michael Haaß überzeugte nicht nur als Denker und Lenker im bis dahin gefälligen Göppinger Angriff, sondern nutzte auch mit Hüftwürfen wie beim 17:25 oder Vorstößen durch die anfällige halbrechte Düsseldorfer Abwehrseite zum 21:27 seine Torchancen.

Doch die HSG kämpfte sich noch einmal heran. Auch, weil die Düsseldorfer im Gegensatz zur ersten Halbzeit ihr Tempo forcierten, über die Außen Asgeirsson/von Gruchalla Konter liefen, während sich Göppingen zusehends in offensive Einzelaktionen verstrickte. Nach dem Treffer zum 24:27 zehn Minuten vor dem Ende durch Florian von Gruchallas Doppelschlag blieb Spannung dennoch Mangelware. Frisch Auf Göppingen legte im Angriff wieder den Schalter um und konnte sich nicht zuletzt auf seine Defensive verlassen, die ungeachtet von 28 Gegentoren starke und angesichts null Zeitstrafen und lediglich einem verursachten Siebenmeter vor allem saubere Arbeit verrichtete.