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Sicherer Sieg für Magdeburg - Duell der Altmeister geht an Gummersbach

Dormagen feiert ersten Saisonsieg

Der TSV Dormagen hat den Bann gebrochen. Mit dem 31:26 (14:15) gegen den MT Melsungen glückte den Rheinländern der erste Saisonsieg, mit dem sie die ‚Rote Laterne‘ des Schlusslichts an die HSG Düsseldorf weiterreichten. Im Duell der Altmeister setzte sich der VfL Gummersbach hauchdünn mit 28:17 (14:13) gegen den TV Großwallstadt durch. Der SC Magdeburg gewann das dritte Freitagsspiel 32:27 (16:12) gegen die HSG Wetzlar.

Die Rückkehr von Kapitän Florian Wisotzki beflügelte den TSV Dormagen zur besten Saisonleistung. Dabei war die Partie im TSV-Sportcenter bis zum 21:21 (42.) völlig ausgeglichen, ehe die Gastgeber innerhalb von acht Minuten auf 27:22 vorentscheidend davonzogen. In dieser Phase kam als zusätzliche Schwächung für die insgesamt enttäuschenden Melsunger die Rote Karte gegen Torjäger Alxandros Vasilakis (44.). Mit viel Kampf behauptete Dormagen, das in Christoph Schindler (7) im linken Rückraum seinen erfolgreichsten Werfer hatte, den Vorsprung und durfte nachher den ersten – zudem eher unverhofften – Sieg der Saison feiern.

Blitzstart des SCM

Mit einer grandiosen Anwehrleistung vor dem überragenden Gerrie Eijlers im Tor schaffte Magdeburg schnell klare Verhältnisse. In der 6. Minute führte der SCM 6:0, in der 19. Minute 11:2 – die Gastgeber knüpften mit ihrem Tempospiel nahtlos da an, wo sie vor zehn Tagen bei ihrem Auswärtssieg in Düsseldorf aufgehört hatten.

Erst danach kam Wetzlar wenigstens etwas besser ins Spiel. Bis zur Pause verkürzten die Hessen ihren Rückstand auf vier Tore – näher kamen sie nie mehr heran. Mit je acht Toren waren die beiden SCM-Außen Yves Grafenhorst und Robert Weber erfolgreichste Werfer im Team von Trainer Michael Biegler.

Probleme aus dem gebundenen Spiel

In den gesamten 60 Minuten in der Kölner Lanxess Arena konnte sich weder Gummersbach noch Großwallstadt jemals um mehr als zwei Tore absetzen. Beide Teams hatten Schwierigkeiten, aus dem gebundenen Angriffsspiel gefährlich zu werden, und lebten hauptsächlich von ihrem starken Deckungsspiel und Tempo nach vorne. Als einziger Gummersbacher war Viktor Szilagyi aus der zweiten Reihe gefährlich – was ihm prompt eine Manndeckung eintrug.

Bei Großwallstadt kam bis zur Pause der meiste Druck von Steffen Weinhold. Als der VfL seine 6:0-Abwehr nach der Pause allzu passiv stellte, traf der bis dahin torlose Stefan Kneer fünfmal in Folge. In der Schlussphase hatte der VfL dann das berühmte Quäntchen mehr Glück. In den letzten 30 Sekunden wollte Großwallstadt in Überzahl den Ausgleich erzwingen. Doch Kneers Pass auf Kreisläufer Larsson blieb in der VfL-Deckung bei Geoffroy Krantz hängen – die Entscheidung. „Der etwas Glücklichere hat gewonnen“, gab Gummersbachs Linkshänder Adrian Pfahl zu.

Die Statistik

TSV Dormagen – MT Melsungen 31:26 (14:15 )
TSV Dormagen:
Vortmann, Feshchanka; Wisotzki (2), Holst, Schindler (7), Plaz (2), Meyer (2), Linder, Dmytruszynski (3), Landsberg (1), Wittig, Mahe, Nippes (5), Chantziaras (3), Lochtenbergh (6/3).
MT Melsungen: Kelentric, Lechte; Brovka (1), Junillon, Sanikis (1), Schöngarth, Vasilakis (4), Vuckovic (5), Stojanovic (6), Tzimourtos (1), Danner, Klitgaard (3), Aagard (5/4).
Zuschauer: 2.012. - Schiedsrichter: Brauer/Holm . - Siebenmeter: 3/3:6/4. - Zeitstrafen:   8:14 Minuten. – Disqualifikationen: Vasilakis (44.), Junillon (58., nach der dritten Zeitstrafe).

VfL Gummersbach – TV Großwallstadt 28:27 (14:13)
VfL Gummersbach: Lucau, Stojanovic; Krantz, Wagner (8/5)), Vuckovic (6), Fäth, Lützelberger, Eisenkrätzer, Gunnarsson (2), Teppich, Szilagyi (6), Pfahl (6), Rahmel, Zrnic.
TV Großwallstadt: Andersson, Rominger; .Spatz (4), Weinhold (6), Kneer (5), Köhrmann (4), Tiedtke (2), Larsson (1), Jakobsson, Kunz (4/3), Szücs (1), Kossler, Schmeißer.
Zuschauer
: 4.413. - Schiedsrichter: Dedens/Geckert . - Siebenmeter: 5/5:3/3. - Zeitstrafen:  6:8 Minuten.

SC Magdeburg - HSG Wetzlar 32:27 (16:12)
SC Magdeburg: Eijlers, Müller; Wiegert, Grohmann, Rojewski (5), Krause, van Olphen (3), Theuerkauf (2), Grafenhorst (8), Tönnesen (1), Coßbau (2/1), R. Weber (8/1), Jurecki (3).
HSG Wetzlar: Krasavac, N. Weber; S. Weber (1), Smoler (4), Christophersen (7), Salzer (3),  Allendorf (5/3), Jungwirth (1), Mraz (2), Djordjic (2), Schneider, Chalkidis (2), Werum.
Zuschauer: 4.020. - Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow. - Zeitstrafen: 8:8 Minuten. - Siebenmeter: 2/2:4/3.