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Siege für TSV und HBW - Minden überwintert mit "Roter Laterne"

Dormagen und Balingen nehmen Revanche

Mit bester Laune können der TSV Dormagen und der HBW Balingen-Weilstetten das Jahresende feiern. Zum Rückrundenauftakt gewannen die Schwaben 29:23 (13:8) gegen den TSV Hannover-Burgdorf, Dormagen überraschte mit dem 26:25 (9:12) bei der HSG Wetzlar. Minden verlor deutlich in Berlin.

6.200 schwäbische Fans feierten in der ausverkauften Stuttgarter Porsche-Arena den gelungenen Jahresabschluss des HBW: Mit dem souverän herausgespielten Sieg gegen den Tabellennachbarn aus Hannover glückte den Schützlinge von Trainer Rolf Brack die Revanche für die denkbar knappe Hinspielniederlage und der Sprung auf Platz 14, wo Balingen vergleichsweise gelassen überwintern kann.

Kurz nach der Pause wuchs die Führung der Gastgeber beim 16:10 (34.) erstmals auf sechs Tore an, über 21:15 (42.) und 22:16 (51.) wurde der Vorsprung vor allem dank der starken, aggressiven und beweglichen Deckung stets behauptet. Auch die Hannoveraner Flügelzange mit dem sechsmaligen Torschützen Lars Lehnhoff auf der linken und dem erst am Morgen verpflichteten Ex-Flensburger Torge Johannsen auf der rechten Seite änderte nichts daran, dass der Aufsteiger an diesem Abend überfordert war.

Wisotzki rettet den TSV-Sieg

In der Schlusssekunde rettete Kapitän Florian Wisotzki den Dormagener Überraschungserfolg – den zweiten Auswärtssieg der Rheinländer nach dem Coup in Minden und die gelungene Revanche für die Heimniederlage gegen die Hessen zum Saisonauftakt. Für die HSG wird es nach zuletzt sieben sieglosen Spielen in Folge ein bitterer Winter bis die Saison nach der EM-Pause im Februar weitergeht.

Dabei hatten die Gäste in der Rittal-Arena in der Anfangsphase nur bis zum 5:6 (16.) geführt, waren danach immer weiter in Rückstand geraten. Beim 15:11 (35.) und 20:16 (45.) sah Wetzlar wie der sichere Sieger aus, ehe sich Dormagen nach der 24:22-Führung der HSG mit drei Treffern in Folge zurückkämpfte und zum 24:25 erstmals wieder nach vorne ging. Timo Salzer gelang acht Sekunden vor dem Ende der Ausgleich, in den Wetzlarer Jubel hinein schlug der TSV noch einmal zurück und überwintert nun auf Relegationsplatz 16.

Rote Laterne für Grün-Weiß bis Februar

Minden hielt die Begegnung nur bis zum 4:4 (8.) offen, über 9:4 (17.) und 12:6 (24.) zogen die Füchse, die sich noch einmal von ihrer besseren Seite präsentierten, schon bis zum 14:8 zur Pause locker davon. Auch nach dem Seitenwechsel war Minden chancenlos, bis zum Kellerduell gegen den Vorletzten HSG Düsseldorf am 7. Februar bleibt den Grün-Weißen nach der 24:29-Niederlage erst einmal fünf Wochen lang die „Rote Laterne“.

Die Statistik

HBW Balingen – TSV Hannover-Burgdorf  29:23 (13:8)
HBW Balingen:
Marinovic, Zoubkoff; Lobedank (4), Herth (7/4), Sauer, Feliho (1), Wilke (3), Ettwein (2), Strobel (3), Temelkov, Bürkle, Müller (3), Ilitsch (6), Wagesreiter.
TSV Hannover-Burgdorf: Meyer, Puljezevic; Przybecki (3), Johannsen (1), Jonsson (1), Pauzuolis, Buschmann (1), Stelmokas (4), Lehnhoff (6/3), Rydergard, Brack, Bedzikowski (2), Habbe (2), Friedrich (3).
Zuschauer: 6.200. – Schiedsrichter: Schaller/Wutzler. – Zeitstrafen:  10:8 Minuten. – Siebenmeter: 4/4:3/3.

HSG Wetzlar – TSV Dormagen 25:26 (12:9)
HSG Wetzlar: Krasavac, N. Weber; Schmidt (3/2), Smoler (1), Christophersen (6/1), Salzer (4), Valo (5), Allendorf (1/1), Jungwirth, Mraz (1), Djordjic, Chalkidis (2), Werum (2).
TSV Dormagen: Vortmann, Feshchanka; Wisotzki (2), Holst (6), Schindler (1), Plaz (1), Balomenos, Meyer (2), Linder (2), Dmytruczynski (1), Nippes (4), Chantziaras, Lochtenbergh (7/6).
Zuschauer: 3.750. – Schiedsrichter: Blümel/Loppaschweski. – Zeitstrafen:  6:14 Minuten. Disqualifikation: Linder (15., grobes Foulspiel). – Siebenmeter: 5/4:6/6

Füchse Berlin – TSV GWD Minden 29:24 (14:8)
Füchse Berlin: Heinevetter, Stochl; Löffler (1), Vatne, Strand, Karason, Göde, Kubisztal (2), Richwien (4), Wilczynski (6/4), Schneider (4), Bult (5), Murawski (2), Jaszka (5).
TSV GWD MInden: Medhus, Katsigiannis; Klesniks, Henriksson (2), Oevermann, Gylfason (8), Helmdach (3), Just (7/3), Schäpsmeier (1), Madsen (1), Putics (2), Schmidt, Inigimundarsson.
Zuschauer: 7.881. – Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow. – Zeitstrafen: 2:12 Minuten. – Siebenmeter: 4/4:4/3.