THW Kiel - HSV Hamburg - SC Magdeburg - Frisch Auf! Göppingen - Rhein-Neckar Löwen - SG Flensburg-Handewitt - VfL Gummersbach - Füchse Berlin - TV Großwallstadt - MT Melsungen - TSV GWD Minden - HBW Balingen-Weilstetten - TUS N-Lübbecke - TSV Hannover-Burgdorf - Nur Hamburg folgt Kiel - Gummersbach jetzt dritte Kraft - Duell statt Generalangriff - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Nur Hamburg folgt Kiel - Gummersbach jetzt dritte Kraft

Duell statt Generalangriff

Der Generalangriff auf Rekordmeister THW Kiel ist abgeblasen. Schon nach zwölf Spieltagen ist das Titelrennen in der Bundesliga nur noch ein Duell. Nach der unerwarteten 26:30-Heimschlappe der Rhein-Neckar Löwen gegen die SG Flensburg-Handewitt kann nur noch der HSV Hamburg als Tabellen-Zweiter den Kielern Paroli bieten. Altmeister VfL Gummersbach kletterte zwar mit einem 31:29 gegen GWD Minden auf den dritten Rang vor den Löwen, doch gegen das Kellerkind tat sich die Mannschaft von Trainer Sead Hasanefendic mehr als schwer.

„Wir sind Dritter. Da brauchen wir jetzt nichts zu kritisieren. Das sind die Spiele, die man halt gewinnen muss, auch wenn es nicht so gut läuft“, meinte VfL-Akteur Viktor Szilagyi. Verfolger Frisch Auf Göppingen patzte ebenfalls in dieser Woche beim 26:28 bei der MT Melsungen und hat bereits sechs Zähler Rückstand auf den THW.

Schweinegrippe bei den Füchsen

Auch die zu Saisonbeginn hoch eingeschätzten Berliner vergaben mit einem Fehlstart in die Spielzeit alle Ambitionen für ganz oben. Dennoch waren die Füchse Berlin die „Mannschaft der Woche“: Erst siegten sie am Dienstag in einer hartumkämpften Begegnung mit 24:23 bei Schlusslicht HBW Balingen, dann legten sie mit einem souveränen 31:25-Erfolg bei der MT Melsungen nach. Sorgen machen sich die Berliner trotzdem. Markus Richwien muss mit Verdacht auf Schweinegrippe in Berlin das Bett hüten. Die Begegnung der zweiten Mannschaft der Füchse wurden am Wochenende bereits wegen vier bestätigten Krankheitsfällen abgesagt.

Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf verpasste die Überraschung bei TuS N-Lübbecke nur knapp, darf sich dennoch nach dem 24:24 über einen Punkt freuen. Vor 2.178 Zuschauern führte der Gast aus Niedersachsen fünf Minuten vor Schluss noch mit 24:20. Dann klappte plötzlich nichts mehr. Arne Niemeyer gelang dreißig Sekunden vor der Schlusssirene der Ausgleich für die Ostwestfalen. „Das war ein sehr glücklicher Punkt für uns. Wir haben über weite Strecken nicht gut gespielt. Am Ende haben meine Spieler aber gut gekämpft, und dafür muss ich sie loben“, sagte TuS-Trainer Patrick Liljestrand.

Gänsehaut in Großwallstadt

Der TV Großwallstadt hat seinem künftigen Trainer Michael Biegler vom SC Magdeburg ein vorgezogenes Begrüßungsgeschenk verwehrt: Die Mainfranken besiegten die Bördeländer bereits am Freitag mit 32:30. Es war das erste Duell beider Clubs, seitdem SCM-Coach Biegler erklärt hatte, zum 1. Januar nach Großwallstadt zu wechseln. TV-Coach Peter David sprang nach dem Sieg gegen seinen zukünftigen Chef wie ein Wilder über das Parkett. „So eine tolle Stimmung habe ich während meiner TVG-Zeit noch nie erlebt. Ich hatte drei bis viermal Gänsehaut bekommen“, meinte David.