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Minden überenimmt durch Niederlage in Magdeburg 'Rote Laterne'

Düsseldorf gewinnt rheinisches Kellerderby

Der TSV GWD Minden hat als Schlusslicht die Hinrunde der Bundesliga beendet. Beim SC Magdeburg verloren die Ostwestfalen mit 26:27 (10:11)  Durch den überraschend deutlichen 34:26 (13:13)-Sieg im rheinischen Kellerderby kletterte die HSG Düsseldorf auf Relegationsplatz 16, Vorletzter bleibt Verlierer TSV Dormagen.

Die beiden Nachbarn lieferten sich ein nur selten erstliga-würdiges Duell: Fehlpässe, unmotivierte und unvorbereitete Fehlwürfe, vor allem der TSV schien mehr mit den eigenen Nerven als mit dem Gegner zu tun zu haben. Nur beim 5:2 (6.) lagen die Gäste einmal vorne, sonst bestimmte meist Düsseldorf das Geschehen. Allerdings schafften es auch die Schützlinge von Trainer Goran Suton, vor der Pause eine 12:9-Führung zu verspielen.

Dormagen „einfach platt“

Erst Mitte zweiter Hälfte setzte sich die HSG langsam, aber unaufhaltsam von 21:19 (43.) über 24:20 (47.) auf 30:24 (54.) ab. Entscheidend dabei die größere Durchschlagskraft des Rückraums der Gastgeber mit ‚Fero‘ Sulc, Michael Hegemann und Bostjan Hribar. Den slowenischen Last-Minute-Neuzugang der Düsseldorfer hatten die Dormagener, bei denen Kapitän Florian Wisotzki, der wegen Grippe fehlte, schmerzlich vermisst wurde, offenkundig noch nicht auf der Rechnung.

„Wir waren einfach platt nach dem dritten Spiel in sechs Tagen“, gestand TSV-Trainer Kai Wandschneider, während sein HSG-Kollege Suton sich über den „Einsatz, Kampfgeist und Begeisterung“ seiner Akteure freute.

Einen Fight bis zur Schlussminute lieferte auch Minden. Obwohl die Ostwestfalen in Magdeburg nach dem 4:5 in der 12. Minute ständig einem Rückstand hinterherliefen, gaben sie nicht auf. Zwei Minuten vor Schluss kamen die Grün-Weißen durch Gyli Gylfasons 26:26  erstmals wieder zum Ausgleich. SCM-Rechtsaußen Robert Weber warf die Hausherren dann zum Sieg.

Die Statistik

HSG Düsseldorf – TSV Dormagen  34:26 (11:10)
HSG Düsseldorf:
Puhle, Savonis; Berblinger, Kedzo, Hribar (7/3), Hegemann (4), Ramota (1), Fölser (4), Kogut (2), Wernicke (3), Weiß, Asgeirsson, von Gruchalla (3), Sulc (10).
TSV Dormagen: Vortmann, Feshchanka; Schindler (4), Schagen, Plaz (3), Balomenos (1), Meyer (6), Linder, Dmytruczynski (2), Wittig (2), Mahe, Nippes, Chantziaras, Lochtenbergh (6/3).
Zuschauer: 2..144. – Schiedsrichter: Fleisch/Rieber. – Zeitstrafen:  6:10 Minuten. – Siebenmeter: 5/3:3/3.

SC Magdeburg – TSV GWD Minden 27:26 (11:10)

SC Magdeburg: Eijlers, Müller; Böhn, Wiegert, Kabengele, Rojewski (5), van Olphen (6), Theuerkauf (1), Grafenhorst (4), Tönnesen (5/3), Weber (3), Jurecki (3).
TSV GWD MInden: Medhus, Katsigiannis, Dresrüsse; Klesniks, Henriksson (2), Gylfason (3), Helmdach, Just (3), Schäpsmeier (5), Madsen (1), Putics (7), Schmidt (5/3), Inigimundarsson.
Zuschauer: 4.643. – Schiedsrichter: Moles/Pittner. – Zeitstrafen: 8:14 Minuten. – Disqualifikation: Grafenhorst (60., nach der dritten Zeitstrafe. - Siebenmeter: 3/3:4/3.