SG Flensburg-Handewitt - Düsseldorf nur ein Spielball für die SG - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Düsseldorf nur ein Spielball für die SG

Der Tabellenvorletzte aus Düsseldorf war für die SG Flensburg-Handewitt an diesem Abend nicht mehr als ein Sparringspartner. Bereits nach 19 Minuten beim 13:4 war die Partie entschieden. Die Flensburger Stammsieben hatte den Düsseldorfern mit einer bissigen Abwehr und Tempohandball aus dem Lehrbuch von Beginn kaum Luft zum Atmen gelassen. Gegenstoß auf Gegenstoß rannte die SG oder war in der zweiten Welle erfolgreich. "Bis zur Pause haben wir unglaublich gespielt", freute sich SG-Spielmacher Thomas Mogensen.

Obwohl Trainer Per Carlén schon nach 20 Minuten erste Wechselspielchen begonnen hatte, führten die Gastgeber beim Wechsel bereits mit zehn Toren. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts stand aus der SG-Anfangsformation sogar nur Lasse Svan Hansen auf dem Feld. Dass dadurch Spielfluss und Konzentration leiden würden, nahm der 49-jährige Schwede bewusst in Kauf. "Das ist bei einer so deutlichen Führung eine normale Reaktion. Wir müssen auch den jungen Spielern Einsatzzeiten geben", warb der SG-Coach bei den treuen Anhängern, die nach der furiosen ersten Hälfte auf einen Kantersieg gehofft hatten, um Verständnis. Unterstützung erhielt er dabei von seinem Teammanager. "Dem Trainer gebührt ein Lob dafür, dass er den jungen Leuten eine Chance gegeben hat. Denn das brauchen wir für unsere weitere Entwicklung", meinte Ljubomir Vranjes. Gefährlich wurde es trotz der Experimente für die Gastgeber aber nicht. Düsseldorf kam nie näher als sieben Tore an die SG heran. Zu harmlos agierten die Gäste.

Getrübt wurde bei der SG die Freude über den Erfolg durch die Verletzung von Torhüter Johan Sjöstrand. Der Schwede erlitt einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel, als er einen Wurf von Hribar abwehren wollte, und muss zwei bis drei Wochen pausieren.