HSV Hamburg - HSV-Meistertrainer Schwalb: - "Ein großer Tag" - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
HSV-Meistertrainer Schwalb:

"Ein großer Tag"

Noch eine halbe Stunde nach dem Schlusspfiff standen die Zuschauer vor ihren Plätzen in der o2-Arena und feierten den neuen deutschen Meister HSV Hamburg. Der 35:30-Sieg gegen Altmeister VfL Gummersbach besiegelte den vorzeitigen Titelgewinn der Hanseaten in der Bundesliga.

13 296 Zuschauer, die sich nahezu ausnahmslos in den zuvor verteilten weißen T-Shirts mit dem Aufdruck «Wir sind die Nummer eins» präsentierten, sangen und tröteten aus Leibeskräften. Die Spieler stürmten mit riesigen Bierhumpen und Sektflaschen durch die Halle und versprachen Party ohne Unterlass. «Das ist ein ganz großer Tag für uns», sagte Trainer Martin Schwalb. «Es ist ein sehr großes Gefühl.»

Erstmals in der neunjährigen Geschichte des Vereins holten sich die Hamburger die Meisterschale, die Erzrivale THW Kiel in den vergangenen sechs Jahren erobert hatte. «Oh, wie ist das schön», tönte es durch die Halle. «Heute ist es passiert», meinte Torhüter Johannes Bitter ein wenig ungläubig. «Es dauert ein bisschen, bis man das realisiert.»

Die Trophäe wird dem neuen Meister beim nächsten Heimspiel gegen den TBV Lemgo am 1. Juni überreicht. Zunächst feiert die Mannschaft vier Tage auf Mallorca, wo Präsident Andreas Rudolph seine Finca zur Verfügung stellt. «Einfach großartig. Darauf haben wir lange gewartet», meinte Rudolph, der sich ebenso wie Trainer Schwalb einer Bierdusche unterziehen musste. Ende Mai wollen sich die Hamburger den nächsten Titel sichern: Im «Final4» der Champions League in Köln peilen sie den Gewinn von Europas wichtigstem Vereinstitel an. Zum Saisonabschluss soll mit zahlreichen Hamburgern auf dem Rathausplatz gefeiert werden.

Gegen Europapokalsieger Gummersbach ließen die Hamburger, die keines ihrer Heimspiele verloren haben und nunmehr auf 31:1 Punkte in den eigenen vier Wänden verweisen, von Beginn an nichts anbrennen. Hamburg setzte die Oberbergischen, gegen die sie in der vergangenen Saison eine bittere 31:39-Heimpleite kassiert und unter anderem damit die Meisterschaft verspielt hatten, permanent unter Druck, obwohl die Gäste eine ordentliche Leistung ablieferten. Der HSV trat souverän auf - ganz im Stile eines würdigen Meisters.

Präsident und Mäzen Rudolph hat die Mannschaft als Dank zur kollektiven Sause auf dessen Finca nach Mallorca eingeladen. Mit einem Flieger geht es zum Viertagestrip Richtung Balearen-Insel. Seit Übernahme des Präsidentenamtes 2005 soll der Unternehmer rund 20 Millionen Euro in den Verein gepumpt haben. Zwar zieht er sich zum Saisonende vom obersten Vereinsamt zurück, bleibt aber Hauptgesellschafter des HSV.

Unterm Strich haben sich die Norddeutschen den Titel mit einer überzeugenden Saisonleistung verdient. Mit bislang 56:6 Punkten hängten sie die Konkurrenz geradezu ab. Pokalsieger THW Kiel liegt wie die Rhein-Neckar Löwen und die Füchse Berlin sieben Zähler (je 49:13) hinter dem neuen Meister.

Während die Hamburger auf dem Parkett ausgelassen feierten, ließ die SG Flensburg-Handewitt im Kampf um die Europapokalplätze einen wichtigen Punkt liegen. Nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Kiel kamen die Norddeutschen zu Hause gegen den TBV Lemgo nur zu einem 23:23 (9:12). Der TV Großwallstadt bezwang den Tabellenletzten TSG Friesenheim 30:22 (14:9).

 

 

 

 

 

 

 

 

KOMMENTARE

Susanrib, 17.11.17, 14:15 Uhr
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LarryCoich, 17.11.17, 00:37 Uhr
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