MT Melsungen - TSV GWD Minden - Ein Lebenszeichen aus Minden - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Ein Lebenszeichen aus Minden

Auch wenn die Punkteteilung den Mindenern in der Endabrechnung wohl nicht mehr viel bringen wird, zeigten sie mit dem Melsungen-Spiel: "Wir leben noch." Das Mindener Trainergespann Ulf Schefvert/Frank von Behren wartete mit zwei aus der Not geborenen Überraschungen auf: Zum einen ließen sie eine 3:3-Deckung spielen (später wechselten sie auf eine 6:0-Formation), zum anderen lief Christopher Kunisch auf der Spielmacherposition auf. Die Mindener zeigten ein leidenschaftliches Kampfspiel und ließen sich von den personell übermächtigen Melsungern nicht den Schneid abkaufen. Nachdem die Dankerser aus einen 7:10 Rückstand (13.) binnen sechs Minuten eine 12:10-Führung gemacht hatten, nahm Gästecoach Ryan Zinglersen eine Auszeit, und die Melsunger fanden wieder in die Spur. Mit eine herrlichen Treffer von Nenad Vuckovic, der ein Kempa-Anspiel von Savas Karipidis verwandelte, glich melsungen zum 14:14 aus. Den Treffer zum 16:14 durch Anders Henriksson bereitete Kunisch mit einem traumhaften Anspiel vor. Nach dem 16:16 warfen Kunisch und der in der ersten Halbzeit wie entfesselt aufspielende René Bach Madsen mit etwas Glück die Halbzeitführung heraus.

Nach der Pause zogen die Mindener zunächst auf 20:16, dann auf 22:18 davon, doch Melsungen ließ sich nicht abschütteln, nutzte einige leichtsinnige Ballverluste der Mindener, um beim 23:24 erstmals wieder in Führung zu gehen. Doch der befürchtete Einbruch bei den Grün-Weißen blieb aus, auch ohne fünf Stammspieler (vor der Partie fiel auch noch Torhüter Nikolas Katsigiannis aus) blieben sie im Spiel. Die Partie wogte hin und her, es vermochte sich kein Team mehr entscheidend abzusetzen. 45 Sekunden vor dem Abpfiff nahm die GWD-Bank eine Auszeit. Der folgende Angriff blieb jedoch trotzdem erfolglos, da Barna Putics beim Versuch, den Ball von der halbrechten Seite auf Rechtsaußen Gylfi Gylfason zu spielen, das Leder auf den Fuß sprang. Nun hatten die Melsunger in den letzten 20 Sekunden der Partie Ballbesitz, der aber verpuffte. Den Mindenern gelang es in den 60 Minuten nur selten, die Anspiele auf Melsungens Kreisläufer Thomas Klitgaard zu verhindern.