SC Magdeburg - HSG Wetzlar - Ein "Meilenstein" zum Klassenerhalt - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Ein "Meilenstein" zum Klassenerhalt

17 Minuten lang blieb Wetzlar gegen den SC Magdeburg ohne Tor, doch am Ende hatten die Grün-Weißen doch noch mit 21:19 die Nase vorn.

Nach dem 2:1 durch Peter Jungwirth in der vierten Minute lief bei den Mittelhessen im Angriff nichts mehr zusammen, was aber zum Glück für die Gastgeber bei Magdeburg ebenfalls der Fall war. Die Folge: Die sehr schwache Partie stand nach elf Minuten nur 2:2 und nach 18 Minuten nur 2:4. Nachdem der starke Timo Salzer nach 21 Minuten zum 3:4 traf, entwickelte sich in der Rittal-Arena eine ausgeglichene Begegnung, in der die HSG nach den Ausfällen der Rückraumspieler und Routiniers Alois Mraz (Bauchmuskelzerrung) und Daniel Valo (Muskelfaserriss) mit der wohl jüngsten Mannschaft ihrer Bundesligageschichte gegangen war. 23,7 Jahre im Schnitt war die erste Sieben der HSG alt, in welcher der gelernte Linksaußen Kevin Schmidt nach seinem Wechsel in den Rückraum nach der Auszeit von Michael Roth nach 20 Minuten auch von halbrechts Akzente setzte und so Spielmacher Salzer und Nationalspieler Sven-Sören Christophersen entlastete.

Als der Junioren-Weltmeister sechs Minuten vor Schluss aus zehn Metern zum 20:16 traf, schien die Partie zugunsten der Gastgeber entschieden. Doch in Überzahl kamen die Gäste - auch weil die Schiedsrichter Holger Fleisch und Jürgen Rieber der HSG mehrere Vorteilsituationen abpfiffen - durch Yves Grafenhorst noch auf 19:20 (58.) heran, bevor Christophersen mit seinem neunten Tor zum 21:19 92 Sekunden vor Schluss die Weichen auf Sieg stellte. Dass der schwache Bennet Wiegert zuvor bei seinem Wurf über das Tor den möglichen Ausgleich vergeben hatte und Robert Weber 44 Sekunden vor Schluss den Ball fallen ließ und so den Magdeburger Anschlusstreffer versäumte, passte zu der katastrophalen Vorstellung der Gäste. "Die gute Torwartleistung von Niko Weber und die starke Abwehr waren die Schlüssel zu unserem Sieg, den wir uns hart erarbeitet haben", freute sich HSG-Trainer Michael Roth.