THW Kiel - Füchse Berlin - Berliner Füchse bestaunen den Kieler Highspeed-Handball - "Eine Lehrstunde im Handball" - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Berliner Füchse bestaunen den Kieler Highspeed-Handball

"Eine Lehrstunde im Handball"

Das Demonstration der Extraklasse des Rekordmeisters stellte sogar den größten Kritiker zufrieden: Nach dem Kieler 40:23 bei den Füchsen in Berlin stellte sogar THW-Trainer Alfred Gislason fest: „Die Leistung meiner Mannschaft freut mich sehr.“ Sein Kollege und Landsmann Dagur Sigurdsson stellte mit einem mehr als nur einem Hauch von Resignation fest: „Das war eine Lehrstunde im Handball.“

Die Berliner – und auch die Konkurenz, vor allem in Hamburg – die nach den beiden nicht wirklich überzeugenden Leistungen in der Vorwoche zugunsten der Spannung in der Liga auf ein Schwächeln des Tabellenführers im Fuchsbau gehofft hatten, mussetn dem erneut bärenstarken Thierry Omeyer beipflichten. „Wir haben von Anfang an sehr konzentriert gespielt“, betonte der Welthandballer im THW-Tor schlicht.

"Ein fast perfektes Spiel"

Diesem Urteil schloss sich auch Gislason an. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft, wir haben wieder Anschluss gefunden an die Leistung vor der Länderspielpause“, sagte der isländische Kiel-Coach mit dem Hang zum Perfektionismus, der sich drei Tage zuvor nach der nur mittelprächtigen Leistung beim 31:31 bei Kolding IF bitter über den „Schwachsinn“  der EM-Tests der Nationalmannschaften beklagt hatte.

Dass die drei Trainingseinheiten seit der Partie beim dänischen Meister die Rückkehr des THW zum erfolgreichen, schier unaufhaltsamen Highspeed-Handball bewirkt hatten, wollte aber auch der 50-jährige Gislason nicht behaupten. „Wir sind wieder auf dem richtigen Weg, einige Spieler haben ein fast perfektes Spiel abgeliefert.“

Tempo und Druck

„Da haben wir viele Fehler gemacht, heute nicht“, brachte Rechtsaußen Christian Sprenger den Unterschied zum Champions-League-Spiel auf den Punkt. Und Filip Jicha, der wie seine Rückraum-Kollegen Momir Ilic und Daniel Narcisse im Fuchs-Bau sieben Mal getroffen hatte, analysierte: „Wir wollten wieder mit Tempo und Druck spielen, das ist uns zuletzt nicht gelungen. Diesmal schon. Unsere läuferische Leistung war überragend. Und wenn es vorne klappt, dann ist auch die Konzentration in der Abwehr besser.“