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Eingeschüchtert und den Kopf verloren

Es sollte das Spiel werden, mit dem GWD Minden den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze schafft. Stattdessesen wurde das Auswärtsspiel in Balingen zu einem Debakel. Fünf Punkte fehlen nach dieser Niederlage auf den Relegationsplatz und die Leistung gibt wenig Grund zur Hoffnung. Alle Zeichen zeigen in Richtung Abstieg.

"Wir brauchen gar nichts schön zu reden. Balingen hat uns mit der 5:1-Deckung unter Druck gesetzt und wir konnten das nicht lösen", sagte GWD Mindens Co-Trainer Frank von Behren und ärgerte sich über die vielen leichten Fehler seiner Mannschaft. Zwar lief GWD 14 Gegenstöße, ein starker Wert für die Mindener, von denen wurden aber nur sechs verwertet. "Das war schlecht", meinte von Behren.


Der Spielfluss fehlte

Minden fehlte der Spielfluss aus den vergangenen Wochen. 17 Tage waren seit dem letzten Spiel gegen Kiel vergangen und nach dem 4:4 vergaß Minden, was es heißt, Handball zu spielen. Balingen nutzte das aus und erhöhte auf 11:4. "Wir haben uns dort viel zu viele technische Fehler geleistet, sind nicht konsequent auf die gegnerische Abwehr gegangen, waren eingeschüchtert und haben den Kopf verloren", zeigte der ehemalige Nationalspieler die eklatanten Mängel im Mindener Spiel auf.

Wenn tatsächlich noch der Klassenerhalt erreicht werden soll, dann darf GWD so nicht weiter spielen. Mal wieder wurde ein wichtiges Spiel verloren und es waren die gleichen Schwächen, wie schon in vielen anderen Spielen. Der Rückraum blieb unter seinen Möglichkeiten und immer wieder verfielen die Mindener in Phasen, in denen gar nichts mehr lief. Von solchen Schwächeperioden schafft es der sehr kleine Kader nicht, sich zu erholen und ist mit den Kräften am Ende.

Einziger Hoffnungsschimmer ist der neue Trainer Ulf Schevfert. Denn alle Spieler betonen, wie hart sie trainieren und dass seine Trainingseinheiten sie weiter bringen. Bisher allerdings nicht weit genug, denn GWD steht immernoch auf dem letzten Tabellenplatz. Nach vorne ging es also noch nicht. GWD Minden