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MT Melsungen

Entsetzen auf den Rängen

Konstanz fehlt in dieser Saison beim TuS. Auf ein Erfolgserlebnis folgen stets bittere Enttäuschungen. Das wohl zu Recht zum Schlüsselspiel deklarierte Auswärtsmatch bei der MT Melsungen hatten die Nettelstedter mit 33:30 verdient gewonnen. Vorfreude auf die nächste Auseinandersetzung machte sich breit am Wiehen, immerhin 2.600 Zuschauer hatten sich in die Merkur-Arena aufgemacht. Doch diese Heimpartie drei Tage nach dem Melsungen-Match gegen die ersatzgeschwächte Flensburger Mannschaft war schon peinlich. Nicht dass die Baur-Schützlinge verloren, sondern die Art und Weise sorgte auf den Rängen für Entsetzen. In den letzten elf Spielminuten trafen die Lübbecker nur ein einziges Mal (!) noch ins gegnerische Tor.

Bei näherem Hinsehen: Die Hausherren kamen zu keiner Phase des Spiels für einen Sieg in Frage. Bereits beim 2:7 nach zehn Minuten war die Partie vorentschieden. Die Gäste waren auf allen Positionen besser besetzt. Das begann im Tor, der schlagkräftigere Rückraum war auf SG-Seite auszumachen, die Außen trafen besser und auch bei Schneller Mitte und Tempogegenstößen taten sich Klassenunterschiede auf. Nur ganz kurz bei Zwischenständen von 12:14 (26. Minute) und 16:18 (35.) schien eine Wende für sehr kurze Zeit möglich. Doch mit Leichtigkeit schlugen die Gäste zurück, auch weil die TuS-Defensive allermeist nicht stattfand.


Am Rande eines Debakels

In der Schlussphase wurde es für die Hausherren noch dramatischer, selbst ein noch größeres Debakel schien möglich. Zwischen der 49. und 59. Minute stellten die Baur-Schützlinge das Tore werfen ganz ein. Die Flensburger schienen eine Mauer aufgebaut zu haben: Kein Durchkommen mehr. In Wahrheit aber waren die TuS-Angreifer nur einfallslos. Für den TuS N-Lübbecke spricht nur, dass - bei Fortsetzung der Berg- und Talfahrt - vielleicht schon unter der Woche beim TV Großwallstadt wieder ein Auswärtssieg herausspringen könnte… Zu schlecht für das Mittelfeld, zu gut um abzusteigen? Womöglich. Klar aber auch, dass eine im Grunde fehlerlose Leistung der Gäste aus dem hohen Norden diesen deutlichen Spielausgang ermöglichte. TuS-Trainer Markus Baur brachte es treffend zum Ausdruck: "Uns fehlte das Feuer, das Flensburg hatte."