SG Flensburg-Handewitt - Abschieds-Gala für Lars Christiansen - „Er ist ein Vorbild für jeden Handballer“ - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Abschieds-Gala für Lars Christiansen

„Er ist ein Vorbild für jeden Handballer“

„Danke Lars" - unter diesem Motto stand die Abschieds-Gala, die die SG Flensburg-Handewitt für ihren Rekordspieler ausrichtete. Damit zollte der Bundesligist Lars Christiansen seine Anerkennung - für sagenhafte
626 Einsätze und 3996 Tore, aber auch für die Treue und die Rolle als unbestrittener Sympathieträger. „Dieser Verein ist mein Leben“, sagte Lars Christiansen zum Abschied. „Ein Traum ist in den letzten 14 Jahren
Realität geworden.“

Die „Hölle Nord“ war binnen Kürze ausverkauft, viele Zuschauer trugen Trikots mit der legendären Nummer 15 auf dem Rücken. Als Lars Christiansen in Begleitung einiger Kinder die abgedunkelte Arena betrat,
hatten sich knapp 50 eingeladene Spieler in Form eines Hufeisens aufgereiht. Lars Christiansen war ein Glücksfall für Flensburg, Flensburg ein Glücksfall für Lars Christiansen. „Er stand 14 Jahre lang für begeisternden Handball und eine menschliche Vorbild-Funktion“, sagte SG-Gesellschafter Manfred Werner, der den dänischen Linksaußen 1996 in die Fördestadt geholt hatte. „Flensburg wird auch in Zukunft meine
Mannschaft sein“, gab Lars Christiansen ein Bekenntnis ab. „Als ich gestern in Haderslev zum ersten Mal gegen die SG spielte, lief ich danach nicht in die Koldinger, sondern in die Flensburger Kabine.“ In
Dänemark setzt er seine Karriere fort.

Das Handball-Idol wurde mit Lobeshymnen und Geschenken überhäuft. Auf dem Parkplatz vor der Campushalle stand ein neues Schild: Lars-Christiansen-Platz. Eine besondere Wertschätzung aus dem
Flensburger Rathaus. „Immer wenn ich zur Halle kommen werde und mein Sohn oder später vielleicht die Enkelkinder mich auf den Namen dieses Platzes ansprechen werden, kann ich ihnen von den 14 Jahren in Flensburg erzählen“, sagte Lars Christiansen.

Auf dem Parkett tummelten sich alte Weggefährten aus der SG, dem Vereinshandball und aus der dänischen Nationalmannschaft. Magnus Wislander, Jan Holpert, Christian Berge, Stefan Lövgren oder Cousin Jan
Paulsen sorgten für hohen Unterhaltungswert. Und an der Seitenlinie standen mit Anders Dahl-Nielsen, Erik Veje Rasmussen, Kent-Harry Andersson und Per Carlén die vier Trainer, die Lars Christiansen in Flensburg gecoacht hatten. „Er ist ein Vorbild für jeden Handballer“, sagte Per Carlén.

Haupttorschütze beim sportlichen Treiben war natürlich Lars Christiansen. Seinen letzten Treffer in der bereits abgedunkelten Halle setzte er mit einem Gegenstoß. Dann bedankte sich die legendäre Nummer 15 mit feuchten Augen bei Eltern, Mitspielern, Verein, Stadt, Fans und Freunden. Nach einer Ehrenrunde verließ die Legende durch einen Spalier das Spielfeld. „Lars Christiansen“, skandierten die Zuschauer. Sie wussten: Lars Christiansen geht nur als Spieler der SG - aber nicht als Mensch. Vom Verein hat er eine Dauerkarte geschenkt bekommen - gültig bis 2072.

KOMMENTARE

Jan, 16.08.10, 19:13 Uhr
Mr. Handball verlässt Deutschland. Vor 12 Jahren habe ich angefangen mich für Handball zu interessieren. Die Außen mehr »
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