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Erleichterung beim DHB: Frauen-WM live im Free-TV

Dieses Mal bleibt die Mattscheibe nicht schwarz: Die deutschen Fans können alle Spiele der deutschen Handballerinnen bei der Heim-WM live im Free-TV verfolgen.

Nach monatelangen Verhandlungen ist ein Deal mit dem Rechteinhaber beIn Sports abgeschlossen worden, der das Turnier einem breiten Fernsehpublikum zugänglich macht. «Ich freue mich sehr und bin erleichtert, dass es nun eine solch umfangreiche Lösung gibt», sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann.

Sport1 wird alle Partien der DHB-Auswahl bei der Endrunde vom 1. bis 17. Dezember live übertragen, teilte der Deutsche Handballbund am Mittwoch mit. Dazu zeigt der Sender alle Turnierspiele ab dem Viertelfinale. «Wir haben in den vergangenen Monaten alles in unseren Möglichkeiten Stehende unternommen», betonte Michelmann. Bereits Ende Oktober hatte IHF-Präsident Hassan Moustafa auf dem DHB-Bundestag in Berlin den bevorstehenden Vertragsabschluss angekündigt.

Auch die öffentlich-rechtlichen Sender sind dabei - allerdings nur, wenn das Team von Bundestrainer Michael Biegler die Medaillenrunde erreicht. Ein Halbfinale mit deutscher Beteiligung wäre zusätzlich in der ARD zu sehen, bei einem Erreichen des Endspiels würde das ZDF übertragen. «Mit dem Finalwochenende in Hamburg, unserem großen sportlichen Ziel, haben wir das Potenzial, ein Millionenpublikum zu erreichen. Das ist auch für unsere Nationalmannschaft ein zusätzlicher Ansporn», sagte Michelmann.

Zum TV-Paket für den deutschen Markt zählen ferner umfangreiche Internetangebote mit allen Spielen live bei Sportdeutschland.TV sowie Rechte für eine nachrichtliche Berichterstattung bei ARD und ZDF sowie den anderen frei empfangbaren Sendern.

Bei den zurückliegenden Weltmeisterschaften der Männer hatte es keine Übertragung im Free-TV gegeben. 2015 war kurzfristig der Pay-TV-Sender Sky eingesprungen, die WM-Spiele der Bad Boys bei der Endrunde in diesem Jahr hatten die Fans nur im Internetstream eines DHB-Sponsors verfolgen können. Bei beiden Turnieren hatte es zwischen den deutschen Free-TV-Sendern und dem katarischen Rechteinhaber keine Einigung in der Overspill-Problematik gegeben. Diese sieht eine Verschlüsselung des Satelliten-Angebots vor.

Darauf verzichtet beIN Sports nun bei der Frauen-WM. «Das ist auf dem Weg zur nun erreichten umfangreichen Lösung ein entscheidendes und sehr konstruktives Zugeständnis gewesen», erklärte DHB-Generalsekretär Mark Schober. «Für den Erfolg der Handball-WM ist die gesicherte TV-Übertragung ein entscheidender Faktor.»