HSV Hamburg - Schock für den HSV Hamburg - Erneuter Kreuzbandriss bei Oscar Carlén - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Schock für den HSV Hamburg

Erneuter Kreuzbandriss bei Oscar Carlén

Bittere Pille für den deutschen Meister HSV Hamburg: Der schwedische Neuzugang Oscar Carlén hat sich nur sechs Monate nach seinem ersten Kreuzbandriss erneut schwer am Knie verletzt.

Auf dem Weg zu seinem Comeback, das für den 11. Oktober ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein SG Flensburg-Handewitt geplant war, verdrehte sich der 23-jährige Linkshänder bei einer simulierten Abwehraktion im Zweikampf mit einem Gegenspieler das Knie und zog sich wiederum einen Kreuzbandriss zu. Nun wird er voraussichtlich am kommenden Dienstag in Schweden am rechten Knie operiert.

«Sehr bitter, das sage ich als Trainer, aber auch als Vater. Ich glaube, alle haben Oscar eine möglichst baldige Rückkehr gewünscht. Die neue Verletzung ist ein Rückschlag für ihn und für den HSV», meinte ein schockierter Per Carlén. Immerhin konnte sein Sohn noch nicht eine Minute für seinen neuen Verein spielen. HSV-Präsident Martin Schwalb betonte: «Es wird jetzt leider noch länger bis zu Oscars Rückkehr aufs Parkett dauern. Wir wünschen ihm alles Gute und sind uns weiter sicher, dass er uns in Zukunft helfen wird.»

Damit rückte der erste Auftritt der Hamburger am Donnerstag in der Königsklasse spontan in den Hintergrund, auch wenn ein «Sieg zum Auftakt psychologisch wichtig wäre», erklärte Carlén senior vor dem Heimspiel gegen den HC St. Petersburg. Nach dem Ausfällen von Marcin Lijewski und Nationalspieler Michael Kraus hatte der Verein gerade erst auf dem Transfermarkt reagiert und den Slowenen Renato Vugrinec verpflichtet. Der 36 Jahre alte Rückraumspieler soll gegen St. Petersburg sein Debüt geben.

Nach zwei Niederlagen in fünf Bundesliga-Spielen mit allerdings aufsteigender Tendenz in den letzten beiden Partien geht es für die Hanseaten auch darum, weiter den Rhythmus zu finden und die Moral zu stärken. Geht es nach Dimitri Torgowanow, droht dem HSV keine allzu große Gefahr. «Der Leistungsunterschied zu dieser Weltauswahl ist doch schon groß», sagte der frühere HSV-Spieler und heutige HC-Coach.