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Erster HSG-Heimpunkt seit vier Monaten

"Wir leben noch!" - Mit dieser Erkenntnis aus einem 22:22-Remis gegen Mit-Aufsteiger TuS N-Lübbecke meldete sich der Tabellenvorletzte HSG Düsseldorf nach zuletzt sieben Niederlagen in Serie im Abstiegskampf zumindest mit einem Teilerfolg zurück.

Immerhin konnten die Landeshauptstädter aus Nordrhein-Westfalen ein ähnliches Waterloo wie vor drei Jahren, als der TuS N-Lübbecke die HSG mit 36:29 in die Zweitklassigkeit warf, vermeiden. Und auch die Ostwestfalen freuten sich im Gegenzug über den zweiten Auswärtszähler der Saison.

Neu- und Interimscoach Ronny Rogawska sah bei seiner Pflichtspiel-Premiere als Cheftrainer der HSG für den beurlaubten Goran Suton eine schwache Partie. Aus der zunächst guten Abwehr agierten die Rheinländer unglücklich im umschalten nach vorne. Dreimal konnte Thorir Olafsson auf der rechten Außenbahn einen Abpraller des überragenden Düsseldorfer Schlussmannes Matthias Puhle aufnehmen, während Gegenspieler Asgeirsson schon zum Konter gestartet war. Nach 8:13 sorgte Düsseldorfs Leitwolf Michael Hegemann, dem in der ersten Halbzeit noch wenig gelang, mit seinem direkt verwandelten Freiwurf nach abgelaufener Spielzeit in den linken Winkel für die Initialzündung.

Neun Minuten nach Wiederanpfiff verkürzte der Blondschopf per Kempa-Trick unter Zeitspieldruck zum 15:16 und nahm mit dem exzellent aufgelegten Puhle die Aufholjagd in die Hand.

Hribar und Berblinger vergaben vom Siebenmeterstrich zunächst den Ausgleich. Den besorgte wiederum Hegemann per Doppelschlag in Unterzahl. Im Gegenzug tankte sich Felixsson zur erneuten Gäste-Führung durch, bevor Hegemann elf Sekunden vor dem Ende der Endstand gelang, da Jureckis direkter, abgeknickter Freiwurf nach Spielende von Weiß geblockt wurde.

Trotz des Remis erhielt Neu-Trainer Rogawska übrigens Rückendeckung von HSG-Manager Frank Flatten. "Wir sind der Meinung, dass es die sinnvollste Lösung für uns ist", sagte Flatten vergangene Woche.

Rogawska ist ehemaliger Linksaußen der Düsseldorfer und gehört seit 2002 dem Trainerstab an. Zuletzt fungierte er als Co-Trainer von Richard Ratka, Nils Lehmann, Georgi Swiridenko und auch von Goran Suton, der vor rund zwei Wochen beurlaubt wurde. Und jetzt muss der sympathische Däne gleich bei siner ersten Cheftrainer-Position gegen den Abstieg kämpfen.