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HSV gewinnt Spiel um den LoS-Supercup gegen Double-Sieger THW Kiel

Erster Titel des Jahres geht nach Hamburg

Der HSV Hamburg hat’s geschafft: Nach zwei Niederlagen in den beiden vergangenen Jahren setzte sich der Vizemeister diesmal im Finale um den LoS-Supercup gegen den THW Kiel durch. Mit 35:28 (15:11) gewann die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb fast schon sensationell hoch gegen den Meister der vergangenen fünf Jahre.

Verhalten, geradezu gemächlich begannen beide Mannschaften in der ausverkauften Arena in  Nürnberg. HSV-Neuzugang Igor Vori war es vorbehalten, nach beinahe vier Minuten das erste Tor zu erzielen, bis zur Pause plätscherte die Partie vor sich hin. Während der THW in der Deckung eine Menge Probleme hatte, dadurch auch nur selten sein Tempospiel aufziehen konnte und eigentlich nur durch die starke Vorstellung von Thierry Omeyer im Spiel gehalten wurde, setzten bei Vizemeister Hamburg bis zum Seitenwechsel drei Akteure die Akzente.

Keeper Johannes Bitter hielt weniger spektakulär, aber ebenso effektiv wie sein Gegenüber. Aus dem rechten Rückraum setzte sich immer wieder Krystof Lijewski in Szene. Und Kreisläufer Vori war bei seiner Pflichtspielpremiere auf Anhieb die erhoffte Verstärkung. Schon nach einer Viertelstunde kam der Kroate mit Blick auf seine zweite Zeitstrafe allerdings nicht mehr in der Deckung zum Einsatz.

Siebenmeter-'Killer' Sandström

Auch als die ‚Zebras’ nach dem Seitenwechsel etwas entschlossener nach vorne galoppieren wollten, blieb vieles Stückwerk, vor allem an Last-Minute-Neuverpflichtung Daniel Narcisse lief das Spiel völlig vorbei. So zog der HSV bis zur 37.Minute auf 21:14 davon – auch weil HSV-Zweittorhüter Per Sandström gleich vier Kieler Siebenmeter in Folge entschärfte, während Hamburgs Rechtsaußen Hans Lindbergh alle Strafwürfe (und einige Gegenstöße) sicher verwandelte. Da zudem Durle Duvnjak als erst in der Vorwoche verpflichteter Neu-Hanseat sich schon erstaunlich gut integriert zeigte, konnte Kiel nie mehr wirkloich herankommen.

Nur kurz bäumte der THW sich noch einmal auf, kam 9 Minuten vor dem Ende auf 26:28 heran. Dann ‚nagelte’ Sandström sein Tor zu, die Endphase kam einer Demütigung des Rekordmeisters gleich. Trotz aller Freude hoben die Hamburger aber keineswegs ab. „Ich würde den Sieg heute gerne tauschen für einen Erfolg in Großwallstadt“, verwies Nationaltorhüter Johannes Bitter auf den anstehenden schweren Saisonstart.