SC Magdeburg - Vorwurf der Untreue in drei Fällen in den Jahren 2005 und 2006 - Ex-SCM-Manager Hildebrandt vor Gericht - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Vorwurf der Untreue in drei Fällen in den Jahren 2005 und 2006

Ex-SCM-Manager Hildebrandt vor Gericht

Der frühere Magdeburger Sport-Manager Bernd-Uwe Hildebrandt muss sich im Dezember erneut vor dem Amtsgericht der Landeshauptstadt verantworten. Ihm werde Untreue in drei Fällen in den Jahren 2005 und 2006 vorgeworfen, teilte das Gericht mit.

Der Handball Magdeburg GmbH, deren Geschäftsführer Hildebrandt war, soll dadurch ein Schaden von 41.000 Euro entstanden sein. Einzelheiten zu den Vorwürfen wollte das Gericht nicht nennen. Es sind drei Verhandlungstage vom 8. bis 17. Dezember geplant.

3.000 Euro Geldstrafe wegen Bestechlichkeit

Bernd-Uwe Hildebrandt war von 1990 bis 2007 Manager des Handball- Bundesligisten SC Magdeburg. In dieser Zeit wurde der Club deutscher Meister, DHB-Pokalsieger und 2002 erster deutscher Champions-League- Sieger. Im Zuge von Vorwürfen wegen Steuerhinterziehung war Hildebrandt im März 2007 zurückgetreten. In der Folge legte der Multifunktionär sein Amt als Präsident des Handball-Ligaverbandes (HBL) nieder und wurde als Leiter des Olympiastützpunktes Magdeburg/Halle abgelöst. Nach seiner Demission als Manager des SC Magdeburg geriet der Club in arge finanzielle Probleme und stand kurz vor der Insolvenz.

Gegen Hildebrandt war im Sommer ein Urteil des Amtsgerichts wegen Bestechlichkeit rechtskräftig geworden. Das Gericht hatte ihn im Juli 2008 zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro verurteilt. Die Richter hatten es als erwiesen angesehen, dass Hildebrandt von 2002 bis 2004 als Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Leistungssports Aufträge an eine Reinigungsfirma vergab und dafür von dem Unternehmen 9.744 Euro kassierte. Der damalige Geschäftsführer der Reinigungsfirma wurde wegen Bestechung im Geschäftsverkehr verurteilt. Am Landgericht Magdeburg läuft derzeit noch ein Zivilverfahren gegen Hildebrandt.