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Fäth trifft für Wetzlar zum Sieg

Nach der frustrierenden Niederlage in Ahlen-Hamm hatte sich die Mannschaft der TSV Hannover-Burgdorf zu einer internen Aussprache ohne Trainer getroffen. Es wurde im Hinblick auf die bedeutungsvolle Partie gegen die HSG Wetzlar am Sonntag nichts unversucht gelassen und Klartext geredet. Veränderungen hatte Trainer Aron Kristjansson schon im Training bemerkt: "Die Mannschaft ist enger zusammengerückt, ging offener miteinander um." Das Problem jedoch: Die Trainingsleistung konnten die Hausherren dann im Wettkampf nicht umsetzen.

Es herrschte Verunsicherung und Angst, eine Entscheidung zu treffen. Die Partie war Abstiegskampf pur, es gab wenig spielerischen Glanz. Auf beiden Seiten überragten die Torhüter, Puljezevic bei den Hausherren und Weber bei den Gästen. In der über 60 Minuten engen Auseinandersetzung markierte letztendlich Steffen Fäth 16 Sekunden vor dem Ende die Entscheidung und bescherte der HSG zwei wichtige Punkte. "Das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart hat hervorragend geklappt. Auch haben wir über 60 Minuten den Kopf oben gelassen und uns auf die Sache konzentriert. Klar hatten wir am Ende auch das nötige Quäntchen Glück, aber unter dem Strich war der Sieg nicht unverdient, weil wir schwerer ausrechenbar waren und durch die Bank Tore erzielt haben", strahlte Wetzlars Torhüter Nicolai Weber, der selbst einen nicht unwesentlichen Teil zum Erfolg beitrug.


Tolle Moral wird nicht belohnt

"Meine Mannschaft hat tolle Moral und mentale Stärke bewiesen", freute sich HSG-Trainer Gennadij Chalepo. Selbst den Ausfall von Lars Friedrich, der sich ausgerechnet an alter Wirkungsstätte in der 35. Minute eine Bänderverletzung am linken Fuß zuzog, steckte man weg. "Wir sind alle sehr, sehr enttäuscht. Wir haben zwar toll gekämpft, aber das alleine reicht nicht. Wir machen einfach viel zu viele technische Fehler. Wir müssen diese Fehler dringend minimieren. Nur zehn Tore in der zweiten Halbzeit reicht auch nicht, um in der Bundesliga Spiele zu gewinnen", lautete das ernüchternde Fazit von Hannovers Trainer Kristjansson.

Guter Rat ist bei den Niedersachsen jetzt teuer und man darf gespannt sein, wie lange die nach Außen demonstrierte Ruhe bei den Verantwortlichen Bestand hat.