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Fans träumen von "Königsklasse"

"Wir haben fast eineinhalb Jahre auswärts gespielt", sagte Frisch-Auf-Coach Velimir am Ende der abgelaufenen Saison und meinte damit die Spiele in der Stuttgarter Porsche-Arena. Dennoch spielten die Schwaben im "Exil" ihre erfolgreichste Saison seit Jahren. Platz sechs und die Qualifikation für den Europapokal standen zu Buche. Da kann es in der neuen Saison fast nur noch besser werden, denn die Grün-Weißen sind wieder in die Heimat zurückgekehrt und haben ihre "Hölle Süd" wieder.

Denn vor wenigen Wochen wurde die umgebaute Hohenstaufenhalle als neue EWS-Arena mit einer großen Eröffnungsfeier eingeweiht. Das neue Schmuckstück fasst nun 5.674 Zuschauer. 4.120 Sitzplätze und 1.554 Stehplätze stehen den Göppinger Handballfans ab sofort zur Verfügung. "Es ist ein tolles Gefühl in dieser Arena arbeiten zu können", freut sich Velimir Petkovic riesig. Der Göppinger Coach ist sich zudem sicher, dass die Atmosphäre der EWS-Arena auch seinen Spielern helfen wird: "Wir sind wieder zu Hause und spielen vor unserem ureigensten Publikum. Das wird uns allen sofort einen Schub nach vorne geben."


Oberes Tabellendrittel

Darauf hofft auch der Göppinger Anhang, der bekanntermaßen durchaus verwöhnt ist. So mancher Fan träumt schon von der Champions League. Für Frisch-Auf-Manager Gerd Hofele allerdings ein fast unmögliches Unterfangen: "Wir wollen versuchen, uns im oberen Tabellendrittel zu etablieren, und das ist schwer genug. Zunächst einmal freuen wir uns sehr, das wir wieder international unterwegs sind." Und dafür haben die Schwaben doch einiges getan, denn mit Michael Haaß und Lars Kaufmann konnten zwei aktuelle deutsche Nationalspieler unter den Hohenstaufen gelotst werden. Allerdings schmerzt die Grün-Weißen der Abgang von Abwehrchef Dalibor Anusic schwer.

Petkovic hofft nun, dass Kristijan Ljubanovic in die Bresche springen kann: "Kristijan ist ein erfahrener Spieler, der auch schon mit Wilhelmshaven in der Bundesliga gespielt hat." Und mit seiner Größe von zwei Metern passt der Kroate voll ins Abwehrkonzept des Göppinger Trainers. "Ich will wieder, wie schon in der vergangenen Saison, eine 'Betondeckung’ haben", meint Petkovic. Und dabei soll auch Pavel Horak mithelfen, der verstärkt im Mittelblock neben Manuel Späth, Michael Haaß oder Ljubanovic agieren soll. Aber auch Neuzugang Lars Kaufmann soll nicht nur der Mann für die Tore sein, sondern ebenso welche verhindern. "Lars lebt von seiner körperlichen Präsenz und seiner Schnelligkeit, und das wollen wir auch für die Deckung nutzen. Da muss Lars noch lernen, aber das wird kommen", zeigt sich Petkovic zuversichtlich.


Geschlossenheit

Ansonsten setzt er - wie schon in der vergangenen Saison - auf die mannschaftliche Geschlossenheit. "Wir haben wieder einen sehr ausgeglichenen Kader. Jeder meiner Spieler hat das Zeug dazu, sich einen Stammplatz zu erkämpfen", glaubt der Trainer: Konkurrenz belebt das Geschäft. "So wird Horak durch Kaufmann richtig gepuscht werden", erwartet Petkovic. Aber auch Spielmacher Michael Schweikardt hat mit Michael Haaß einen echte Konkurrenz bekommen.

Dennoch ist die Stimmung sehr gut. Die Neuen sind schon gut integriert, und erfreuen sich auch schon an den schwäbischen Nationalgerichten wie Spätzle oder Maultaschen.

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